Nach 70 Jahren: Sunday Punch stellt den Betrieb ein
Nach fast sieben Jahrzehnten wird die englischsprachige Wochenzeitung Sunday Punch ihre Arbeit einstellen. Die Zeitung, die 1956 von dem Journalisten Ermin Erfe Garcia gegründet wurde, wird diese Woche ihre letzte Ausgabe veröffentlichen.
Sunday Punch war die älteste Gemeinschaftszeitung der Philippinen. Sie wurde in Dagupan City gegründet und entwickelte sich zur führenden Zeitung in der Provinz Pangasinan. Die Zeitung deckte lokale Regierung, Wirtschaft, Umweltfragen, Wahlen, Katastrophen und zivile Angelegenheiten in den vier Städten und 44 Gemeinden der Provinz ab.
Die Zeitung erwarb sich einen Ruf als mutiger Wachhund, der öffentliche Amtsträger zur Rechenschaft zog und sich für die Belange der Gemeinschaft einsetzte. Ihr Erbe wurde unter ihrem Gründer geprägt, der 1966 ermordet wurde. Diese Tat wurde zu einem prägenden Moment im philippinischen Provinzjournalismus und verstärkte das Engagement der Zeitung für unabhängigen Journalismus.
Für Generationen von Pangasinenses war Sunday Punch eine vertrauenswürdige Quelle für lokale Nachrichten, die oft von den nationalen Medien übersehen wurden. Forscher nannten die Wochenzeitung auch einen wichtigen Informationskanal für die Gemeinschaftsentwicklung und die lokale Verwaltung.
Wie viele Gemeinschaftszeitungen weltweit kämpfte Sunday Punch gegen sinkende Einnahmen aus Printwerbung und veränderte Lesegewohnheiten. Die Leser und Werbetreibenden wandten sich zunehmend digitalen Plattformen und sozialen Medien zu. Zudem belasteten steigende Kosten für Druckpapier, Druck und Verteilung die Betriebsabläufe der Zeitung.
Die Zeitung überlebte fast 70 Jahre und überdauerte viele andere Wochenzeitungen, die bereits eingestellt wurden. Branchenbeobachter betonten, dass die Schließung der Zeitung die wachsenden finanziellen Herausforderungen unterstreicht, denen unabhängige Provinzzeitungen gegenüberstehen. Viele dieser Zeitungen sind nun stark auf die Veröffentlichung von Rechtsanzeigen und Regierungsmitteilungen angewiesen, um überlebensfähig zu bleiben.