Myanmar: Asean-Minister versichert Suu Kyis Gesundheit
Myanmar-Außenminister Tin Maung Swe versicherte seinen Kollegen aus der Association of Southeast Asian Nations, dass die gestürzte Demokratieführerin Aung San Suu Kyi gesund ist und gut versorgt wird.
Die Information wurde am Sonntag bei einem Treffen in Bangkok bekannt gegeben. Thai-Außenminister Sihasak Phuangketkeow und die philippinische Außenministerin Maria Theresa Lazaro gaben die Informationen nach der ersten informellen Begegnung zwischen den Asean-Außenministern und ihrem myanmarischen Kollegen seit dem Putsch im Februar 2021 bekannt.
Lazaro sagte, dass Tin Maung Swe Suu Kyi als Verwandte und Schwester bezeichnete. Daher werde sie gut versorgt.
Suu Kyi, die 1991 den Friedensnobelpreis erhielt, ist seit dem Militärputsch inhaftiert. Sie wurde wegen Korruption verurteilt, später aber unter Hausarrest gestellt.
Sihasak berichtete, dass Suu Kyi Zugang zu allen notwendigen Einrichtungen hat. Er schlug vor, dass die myanmarische Regierung Lazaro, die als Asean-Sondergesandte fungiert, bei ihrem bevorstehenden Besuch in Myanmar treffen sollte.
Ein solches Treffen könnte die Behauptungen Myanmars überprüfen. Die Asean-Außenminister forderten Myanmar auf, konkrete Schritte zur Umsetzung des Five-Point Consensus zu unternehmen. Dieser Friedensinitiative wurde nach dem Putsch 2021 vereinbart.
Der Consensus fordert eine Reduzierung der Gewalt, inklusive Dialoge und die Freilassung politischer Gefangener. Seit dem Putsch sind myanmarische Politiker von Asean-Treffen ausgeschlossen. Die Asean umfasst Brunei, Kambodscha, Osttimor, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.