Mutter warnt vor Roblox-Betrug mit unangemessenen Anweisungen
Eine Mutter aus Dubai hat ihre Erfahrungen mit einem Betrugsversuch auf der Online-Spielplattform Roblox geteilt. Sie berichtete, dass ihr Sohn Ezequiel Shankz von einem anderen Spieler dazu gebracht wurde, sich auszuziehen und zu springen. Der Spieler versprach ihm, dass er dadurch im Spiel vorankommen würde.
Shiela Nanquil, die Mutter des Jungen, veröffentlichte ein Video, in dem sie ihren Sohn befragte. Darin erklärte Ezequiel, dass er seine Shorts ablegte, nachdem er von einem Spieler mit dem Namen James 489 dazu aufgefordert wurde. Der Spieler versprach ihm einen Trophäe und den Zugang zur nächsten Spielstufe.
Im Video ist zu sehen, wie Ezequiel weint, als seine Mutter ihn fragt, ob er Angst hatte. Er bestätigte dies. Shiela äußerte sich besorgt darüber, dass ihr Sohn bereits solche Aufgaben erfüllen musste.
Nach dem Vorfall löschte Shiela die Roblox-App von ihrem Gerät. Ihr Beitrag auf Facebook erreichte eine große Reichweite und erhielt 4,8 Millionen Aufrufe, 35.000 Reaktionen, 35.000 Shares und 5.800 Kommentare.
In den Kommentaren erklärte Shiela, dass James 489 über das Chat-Feature des Spiels mit ihrem Sohn kommunizieren konnte. Sie berichtete, dass der Spieler ihrem Sohn Aufgaben stellte, um in die nächste Spielstufe zu gelangen.
Roblox hat für Nutzer unter 13 Jahren strenge Chat-Filter und Eltern können das Chat-Feature über die Elternkontrollen einschränken oder deaktivieren.
Einige Facebook-Nutzer vermuteten, dass der Account von Ezequiel nicht altersgerecht eingestellt war. Ein anderer Nutzer berichtete, dass der Chat seines achtjährigen Kindes deaktiviert sei und er über Einladungen informiert werde.
Roblox wurde bereits im Februar von der philippinischen Polizei unter die Lupe genommen. Damals wurde ein geplanter Amoklauf in Laguna von Schülern vereitelt, die durch das Spiel beeinflusst worden waren.
Roblox hat daraufhin zugesagt, seine Überwachungsmechanismen und Altersfreigaben zu verbessern. Dies geschah nach einem Treffen mit philippinischen Behörden.
Shielas Video erschien kurz nach dem Schusswaffenvorfall an einer Schule in Tacloban City. Ein Verdächtiger war ein begeisterter Spieler des Sandbox-Spiels GoreBox.
Die Behörden verhängten daraufhin ein temporäres Verbot für das Spiel. Sie wollten mögliche Online-Einflüsse auf das Verhalten der Verdächtigen untersuchen.
Unterstaatssekretär Renato Paraiso vom Cybercrime Investigation and Coordinating Center erklärte, dass das Verbot eine gründliche Bewertung ermöglichen solle. Man wolle feststellen, ob die Plattform eine Rolle bei den Handlungen der Verdächtigen spielte.
Der Entwickler von GoreBox, Felix Filip, lehnte eine Teilnahme an einer Senatsanhörung ab. Er betonte, dass das Spiel für Personen ab 18 Jahren gedacht sei und nicht für Minderjährige geeignet sei.
GoreBox wird als ein Sandbox-Spiel beschrieben, das kreative und zerstörerische Elemente miteinander verbindet. Es erhielt eine Altersfreigabe ab 18 Jahren wegen extremer Gewaltdarstellungen.