Menschenrechtsaktivisten fordern Gerechtigkeit für Talaingod 13
Menschenrechtsaktivisten und indigene Führer forderten bei der KATUNGOD-Konferenz 2026 an der Universität der Philippinen in Manila die Aufhebung der Verurteilung der Talaingod 13. Sie betonten, dass der Fall zu einem breiteren Kampf für indigene Rechte, Bildung, humanitäre Hilfe und demokratische Freiheiten geworden ist.
Mehr als 300 Delegierte aus Mindanao und anderen Teilen des Landes nahmen an der Veranstaltung teil. Die Konferenz stand unter dem Motto „Gerechtigkeit für die Talaingod 13 und die Lage in Mindanao“. Sie brachte Lumad- und Moro-Führer, Kirchenmitarbeiter, Jugendaktivisten, Journalisten, Studenten und Menschenrechtsverteidiger zusammen. Gemeinsam untersuchten sie den Rechtsfall und die Probleme in Mindanao. Dazu gehören Konflikte um Stammesgebiete, Vertreibung, Klimagerechtigkeit und der Schutz indigener Gemeinschaften.
Der Rechtsrahmen für Streitbeilegungen in den Philippinen ist laut Atty. Raymond Marvic „Ice“ Baguilat zu komplex. Er führt oft zu zusätzlichen Konflikten und Korruption in verschiedenen Regierungsbehörden. Baguilat, Leiter des Instituts für Menschenrechte des UP Law Center, sprach auf der Konferenz. Er nannte die Talaingod-13-Fälle als Beispiel für die Probleme in Mindanao.
Atty. Carol Kay Paquera, Generalsekretärin der Union of People’s Lawyers in Mindanao, sagte, dass der Fall über eine strafrechtliche Verfolgung hinausgehe. Er stelle nun breitere Bedenken hinsichtlich indigener Bildung, Stammesgebiete und der Kriminalisierung humanitärer Arbeit dar. Sie betonte, dass die Freiwilligen auf einen Notruf reagiert hätten. Sie halfen vertriebenen Lumad-Kindern im Jahr 2018.
Die ehemalige Abgeordnete France Castro und die Zeugin Angelika Moral berichteten über die Evakuierung von Lumad-Schülern aus Talaingod, Davao del Norte, im Jahr 2018. Castro betonte, dass humanitäre Helfer nicht bestraft werden sollten, weil sie gefährdeten Gemeinschaften helfen. Moral wies die Behauptungen zurück, dass Freiwillige Lumad-Schüler entführt hätten. Sie forderte die Wiedereröffnung von Lumad-Schulen.
Fr. Raymond Ambay, Initiator des Save Our Schools Network, forderte die Öffentlichkeit auf, den Fall nicht als vorübergehendes Problem zu betrachten. Er nannte ihn Teil des andauernden Kampfes für indigene Rechte, Bildung und Gerechtigkeit. Dr. Aslainee Macatanong von der Mindanao State University sagte, dass der Fall über eine rechtliche Auseinandersetzung hinausgehe. Er spiegele breitere Bedenken hinsichtlich indigener Bildung, humanitärer Hilfe, demokratischer Freiheiten und des Rechts der Gemeinschaften, in Krisenzeiten zusammenzustehen.