Marcos-Regierung sieht keine Bedrohung durch INC-Kundgebung
Die Regierung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. sieht in der laufenden Großkundgebung der Mitglieder der Iglesia Ni Cristo (INC) am People Power Monument entlang der Edsa keine Bedrohung. Das teilte der Palast am Dienstag, den 30. Juni 2026, mit. Die Demonstration habe jedoch erhebliche Auswirkungen auf Autofahrer, Arbeitnehmer, Schüler und Unternehmen.
In einer Pressekonferenz betonte die stellvertretende Unterstaatssekretärin für Presseangelegenheiten des Palastes, Claire Castro, dass der Präsident weiterhin auf die Regierungsführung und die Überwachung des Wohlbefindens der von der überraschenden Kundgebung betroffenen Öffentlichkeit konzentriert sei. Sie hob hervor, dass der Präsident keine Bedrohung sehe, da er wisse, dass seine Handlungen dem Volk zugutekommen.
Castro fügte hinzu, dass andere Gruppen, die eigene Interessen verfolgen, diese nicht daran hindern sollten, dass der Präsident und seine Regierung das Gesetz durchsetzen. Der Präsident habe die Sicherheitsbehörden angewiesen, bei der Behandlung der Demonstranten maximale Toleranz zu üben, während sie sicherstellen, dass bestehende Gesetze durchgesetzt werden, wenn Verstöße begangen werden.
Die Behörden sollten weiterhin den Anliegen der Demonstranten zuhören, aber auch bereit sein, das Gesetz umzusetzen, wenn es notwendig ist. Der Palast betonte, dass die verfassungsmäßigen Rechte auf Meinungsfreiheit und friedliche Versammlung respektiert werden, diese Rechte jedoch nicht auf Kosten anderer ausgeübt werden sollten.
Castro wies darauf hin, dass die Kundgebung zu schweren Verkehrsstaus und Unterbrechungen geführt habe, die Tausende von Pendlern und Autofahrern, die nicht an der Protestaktion beteiligt waren, negativ beeinflusst hätten. Präsident Marcos habe seine für Dienstag, den 30. Juni, geplante Verpflichtung abgesagt, um die Entwicklungen rund um die Protestaktion und ihre Auswirkungen auf die Öffentlichkeit persönlich zu überwachen.
Laut Castro konzentrierte sich die Aufmerksamkeit des Präsidenten nicht auf die Sicherheit des Palastes, sondern auf die Filipinos, die aufgrund der Demonstration im Verkehr feststeckten. Die Kundgebung werde Auswirkungen auf jede Person, jeden Arbeitnehmer, jeden Schüler und jeden Patienten in einem Krankenwagen haben, der durch die Edsa fahren sollte.
Castro betonte, dass öffentliche Versammlungen ordnungsgemäß mit den Regierungsbehörden abgestimmt werden sollten, damit die Behörden Verkehrsmanagement- und Sicherheitsmaßnahmen vorbereiten können. Sie wies darauf hin, dass Kundgebungen, die Hauptstraßen besetzen, in der Regel die notwendigen Genehmigungen einholen und sich im Voraus mit den örtlichen Behörden abstimmen sollten.
Jede während der Protestaktion festgestellte Gesetzesverletzung werde untersucht, und die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen.