Marcos mahnt zur Vorsicht bei Vorschlägen zur Senkung des Mindeststrafalters
Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat eine sorgfältige Bewertung von Vorschlägen zur Senkung des Mindeststrafalters gefordert und dabei betont, dass gründliche Expertienstudien über die Auswirkungen der modernen Exposition gegenüber digitalen Medien auf das Verhalten von Jugendlichen erforderlich seien.
Während eines kürzlichen Medienforums reagierte Marcos auf Aufrufe, das Mindeststrafalter von 15 auf bis zu 12 Jahren zu senken, nachdem es in Tacloban City zu einem tödlichen Vorfall mit einer Schusswaffe an einer Schule gekommen war.
Marcos sagte: 'Wir müssen dies weiter untersuchen. Wenn wir das Strafalter für solche Verbrechen senken, dann würde dies bedeuten, dass sich die Kinder gegenüber früher verändert haben. Die Welt hat sich verändert, und die Exposition der Kinder ist anders, insbesondere in den sozialen Medien.'
Die Regierung wird sich mit Kinderpsychologen, Experten für psychische Gesundheit und Verhaltensanalysten beraten, bevor sie gesetzliche Anpassungen vornimmt.
Die Organisation ChildFund Philippines sprach sich gegen eine Senkung des Mindeststrafalters auf 10 oder 12 Jahre aus und betonte, dass politische Reaktionen auf die Tragödie in Tacloban sich auf die systematische Durchsetzung bestehender Wohlfahrtsprogramme konzentrieren sollten, anstatt jüngere Bevölkerungsgruppen zu kriminalisieren.
Marcos betonte, dass die Verbreitung von unbeschränktem Internetinhalt, einschließlich leicht zugänglicher Online-Pornografie und gewalttätiger Bilder, die Jugendentwicklung verzerrt und datengetriebene regulatorische Antworten erfordert.