Politik

Marcos: Korruptionsuntersuchung bei Hochwasserschutz nicht abgeschlossen

Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. räumte ein, dass die Korruptionsuntersuchungen bei Hochwasserschutzprojekten noch nicht abgeschlossen sind. Er betonte, dass seine Regierung noch viel Arbeit vor sich hat.

Dome of the Manila Cathedral, in Manila, The Philippines
Symbolbild: Envato

Marcos sprach am 4. Juli in einer Pressekonferenz in Vancouver, Kanada. Er beendete damit einen vier Tage langen offiziellen Besuch in Kanada. Bereits in seiner Rede zur Lage der Nation im Jahr 2025 hatte Marcos die Verantwortlichen für mangelhafte oder nicht existierende Hochwasserschutzprojekte angeprangert.

Die Regierung veröffentlichte daraufhin eine zentrale Liste aller Hochwasserschutzprojekte im Land. Diese Liste enthielt auch die Namen der beauftragten Auftragnehmer. Mehrere Politiker, darunter auch Verbündete, waren auf dieser Liste aufgeführt.

Die Korruptionsaffäre führte zum Rücktritt mehrerer Beamter. Dazu gehörten auch Kabinettsmitglieder, die angeblich Verbindungen zu fragwürdigen Projekten oder Unregelmäßigkeiten im Budgetprozess hatten. Auch Marcos' Cousin, Leyte-Abgeordneter Martin Romualdez, trat als Parlamentspräsident zurück.

Der ehemalige Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Zaldy Co, floh vor fast einem Jahr aus dem Land. Er ist nun ein Flüchtling, nachdem Gerichte Haftbefehle gegen ihn wegen Fälle im Zusammenhang mit Hochwasserschutzprojekten ausgestellt hatten.

Marcos erklärte, dass das Problem bereits vor Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2022 bestand. Der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte habe das Problem zwar anerkannt, aber nichts dagegen unternommen. Marcos betonte, dass er selbst die Maßnahmen gegen die Korruption eingeleitet habe.

Marcos nannte es die größte Herausforderung, die Einstellung der Verantwortlichen zu ändern. Viele von ihnen fühlten sich nicht schuldig und glaubten, dass Korruption Teil des Systems sei. Einige ehemalige und amtierende Senatoren wurden wegen ihrer Verstrickung in die Korruptionsfälle inhaftiert.

Im Dezember 2025 hatte Marcos angekündigt, dass die Korrupten noch vor Weihnachten ins Gefängnis kommen würden. Diese Ankündigung blieb jedoch unerfüllt. Auf die Frage, ob er wegen der angeblichen Misserfolge seiner Anti-Korruptionskampagne zurücktreten solle, antwortete Marcos nicht direkt.

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