Politik

Marcos besuchte Kanada zu offiziellen Verhandlungen, nicht zur Flucht

Präsident Ferdinand Marcos Jr. besuchte Kanada vom 1. bis 4. Juli 2026. Er reiste zu einem offiziellen Besuch, der vier Tage dauerte. Die Reise war bereits am 26. Juni 2026 von Malacañang angekündigt worden.

Bangka fishing boats on the beach of Inapupan Island in the Philippines.
Symbolbild: Envato

Der Besuch sollte die Partnerschaft zwischen den Philippinen und Kanada vertiefen. Marcos und der kanadische Premierminister Mark Carney unterzeichneten mehrere Abkommen. Diese Abkommen betreffen die Entwicklung von Energie und natürlichen Ressourcen in den Philippinen. Sie betreffen auch Migrantenarbeiter, Kultur und Tourismus.

Der Besuch war der erste eines philippinischen Präsidenten in Kanada seit mehr als einem Jahrzehnt. Der letzte Besuch fand 2015 durch den verstorbenen Präsidenten Benigno Aquino III. statt. Marcos wollte die Verteidigungs- und Sicherheitszusammenarbeit stärken. Er wollte den Handel und die Investitionen ausweiten, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Während des Besuchs in Vancouver unterzeichneten Marcos und Carney mehrere Rahmenabkommen. Diese Abkommen betreffen die Zusammenarbeit in Energie und anderen kritischen Mineralien. Sie betreffen auch den Handel und die Investitionen, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Die Reise nach Kanada erfolgte trotz einer Überraschungsdemonstration der Iglesia ni Cristo. Diese Demonstration fand vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 statt. Die Demonstration richtete sich gegen die bevorstehende Verhaftung von Senator Rodante Marcoleta. Marcoleta steht wegen eines nicht kautionsfähigen Plünderungsfalls vor Gericht. Er wird beschuldigt, P75 Millionen an Wahlkampfspenden erhalten zu haben.

Am 6. Juli 2026 ergab sich Marcoleta dem Anti-Korruptionsgericht Sandiganbayan. Das Gericht hatte zuvor einen Haftbefehl gegen den Senator erlassen. Die Demonstration der Iglesia ni Cristo fand an verschiedenen Orten in Manila statt. Am dritten Tag der Demonstration versammelten sich die Protestierenden auf dem Liwasang Bonifacio.

Quellen