Politik

Marcoleta stellt sich wegen Plünderungsvorwürfen

Senator Rodante Marcoleta stellte sich am 6. Juli dem Sandiganbayan. Er soll 75 Millionen Pesos an Wahlkampfspenden erhalten haben. Marcoleta erschien persönlich vor der 3. Abteilung des Anti-Korruptionsgerichts. Seine Anwälte reichten mehrere Anträge ein, darunter einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens.

Philippine traditional village
Symbolbild: Envato

Am 8. Juli erließ die 4. Abteilung des Sandiganbayan einen Haftbefehl und eine Ausreiseverfügung gegen Marcoleta. Er soll gegen das Präsidialdekret Nr. 46 verstoßen haben. Marcoleta befindet sich in der Obhut der Kriminalpolizei der Philippinen. Er wird weiter medizinisch untersucht.

Parallel dazu begann am 6. Juli der Amtsenthebungsprozess gegen Vizepräsidentin Sara Duterte. Sie ist die erste philippinische Amtsträgerin, die zweimal vom Repräsentantenhaus angeklagt wurde. Senator Chiz Escudero leitete den Prozess. Eine Mehrheit der Senatoren hatte ihn zum Vorsitzenden gewählt.

Anwälte der Dutertes legten beim Obersten Gerichtshof Beschwerde gegen die Wahl Escuderos ein. Die Rechtsberater, angeführt von Israelito Torreon, reichten am 6. Juli eine dringende Erklärung ein. Sie äußerten Bedenken bezüglich der Wahl Escuderos.

Am 7. Juli erschien Vizepräsidentin Sara Duterte im Senat. Sie stand vor der Presse, nahm aber keine Fragen entgegen. Stattdessen gab sie eine kurze Erklärung ab. Sie bezog sich auf ihre frühere Aussage über einen blutigen Amtsenthebungsprozess.

Am 8. Juli schloss der Verteidigung Anwalt Mark Vinluan seine Schlussrede. Er sagte, dass Duterte nicht Vizepräsidentin war, als sie angeblich den Präsidenten ermorden wollte. Sie sei Ehefrau, Mutter, Tochter und Schwester gewesen. Sie habe nur das Leben ihrer Familie schützen wollen.

Vinluan betonte, dass Duterte keine Amtsenthebungsgründe begangen habe. Sie habe eine Grenze gezogen und gesagt, dass es genug sei. Das sei die Bedeutung und der Kontext ihrer Aussage.

Quellen