Mangroven auf den Philippinen: Schutz vor Taifunen und Erosion
Mangroven sind ein wichtiger natürlicher Schutz gegen Sturmfluten und Küstenerosion auf den Philippinen. Das Land wird jährlich von etwa 20 Taifunen getroffen. Seit 1918 hat das Land über 60 Prozent seiner Mangrovenbestände verloren. Starkregen und Sedimentablagerungen bedrohen die verbliebenen Mangroven.
Andrea Pimentel, Projektmanagerin der Umweltorganisation WWF-Philippines, betonte die zunehmende Bedrohung durch Taifune. Sie zeigte, dass Mangroven zwar widerstandsfähig sind, aber durch starke Stürme geschädigt werden können. Pimentel arbeitet mit lokalen Gemeinschaften zusammen, um Mangroven auf 245 Hektar zu sanieren.
In der Provinz Masbate, im Ort Batuan, hat Pimentel ein Projekt zur Sanierung von Mangroven gestartet. Dort haben wiederholte Taifune kahle Stellen in einem einst dichten Wald hinterlassen. Parkwächter Bernard Almogera, der früher an dieser Stelle fischte, hat die Verschlechterung der Mangroven über die Jahre beobachtet.
Almogera zeigte Bäume, die von Stürmen entwurzelt oder abgebrochen wurden. Arbeiter errichteten einen Bambuszaun, um die Sedimentablagerungen zu verlangsamen. Wenn die Wasserkanäle verstopft werden, stagniert das Wasser und die Mangrovenwurzeln werden von Sauerstoff abgeschnitten. Das kann zum Absterben der Mangroven führen.
Almogera äußerte seine Sorge, dass ohne Mangroven starke Taifune ihre Häuser zerstören könnten. Wissenschaftler warnen, dass Bambuszaune zwar eine kostengünstige Lösung sind, aber innerhalb von drei Jahren verrotten können. Sie hinterlassen dann Abfall, der die Mangroven schädigen kann.
Trotzdem bleiben Bambuszaune eine schnelle und kostengünstige Methode, um Mangroven zu schützen. Die Dringlichkeit wächst, da sich die Ozeane durch den Klimawandel erwärmen. Im Juni 2026 wurden die wärmsten Ozeantemperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Ein starkes El-Nino-Wetterphänomen könnte die Temperaturen weiter erhöhen.
Pimentel forderte sofortige Schutzmaßnahmen für die Mangroven. Eine Studie der International Union for Conservation of Nature aus dem Jahr 2024 zeigte, dass die Hälfte der Mangrovenökosysteme der Welt durch den Klimawandel, den Anstieg des Meeresspiegels und menschliche Aktivitäten gefährdet sind. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen könnten bis 2050 etwa ein Viertel der Mangroven versinken.
Die Philippinen verzeichneten die zweithöchsten Mangrovenverluste in einer Umfrage von 2023 unter 10 südostasiatischen Ländern. Klimawandel und die Umwandlung von Mangrovengebieten in Fischteiche sind die Hauptursachen. Der Wissenschaftler Severino Salmo warnte, dass die Mangroven ohne geeignete Wiederherstellungsprojekte und bessere staatliche Politiken weiter abnehmen werden.
Salmo betonte, dass es enttäuschend ist, dass die Mangroven trotz ihrer Bedeutung weiter verloren gehen. Er forderte, die verbliebenen Mangroven zu schützen. Pimentel zeigte auf Bäume, deren Wurzeln durch Sauerstoffmangel schwarz geworden sind. Sie betonte, dass die Mangroven die Menschen vor Taifunen schützen und nun auch geschützt werden müssen.