Lohnsteigerung in Metro Manila: 1,1 Millionen Menschen profitieren
Das Department of Labor and Employment hat diese Woche eine Lohnerhöhung von 85 Pesos für Mindestlohnarbeiter in Metro Manila genehmigt.
Die Erhöhung soll in zwei Raten bis Januar 2027 umgesetzt werden. Die erste Rate von 60 Pesos tritt am 19. Juli 2026 in Kraft. Die zweite Rate von 25 Pesos folgt am 20. Januar 2027.
Nicht-landwirtschaftliche Arbeiter, die derzeit 695 Pesos pro Tag verdienen, erhalten dann 780 Pesos. Landwirtschaftliche Arbeiter bekommen 743 Pesos statt 685 Pesos.
Arbeitsminister Francis Tolentino nannte die Erhöhung die größte Einmalanpassung für private Angestellte in Metro Manila.
Im vergangenen Jahr hatten die Arbeiter in Metro Manila eine Lohnerhöhung von 50 Pesos erhalten.
Mehrere Arbeitsgruppen kritisierten, dass die Erhöhung bei Berücksichtigung der Inflation höher hätte ausfallen müssen.
Die Kilusang Mayo Uno nannte die Erhöhung unzureichend. Die Gruppe forderte einen nationalen Mindestlohn von 1.200 Pesos.
Die Erhöhung auf 780 Pesos pro Tag sei weit entfernt von den 1.305 Pesos, die eine Familie zum Überleben benötige.
Die IBON Foundation nannte im Mai 2026 einen Betrag von 1.279 Pesos als notwendigen Betrag für ein menschenwürdiges Leben einer fünfköpfigen Familie in Metro Manila.
Die Stiftung nannte im April 2026 Ausgaben von 554 Pesos für Nahrung, 88 Pesos für Wasser, Strom und Gas, 68 Pesos für Transport, 43 Pesos für sonstige Ausgaben und 28 Pesos für Schulbedarf.
Die Philippine Statistics Authority nannte im Jahr 2023 die höchsten durchschnittlichen jährlichen Ausgaben für eine Familie in Metro Manila. Diese betrugen 385.050 Pesos im Jahr oder 1.054 Pesos pro Tag.
In einer Anhörung des House Committee on Labor and Employment forderten mehrere Arbeitsgruppen und Abgeordnete eine Lohnerhöhung von 200 bis 1.200 Pesos pro Tag.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International nannte einen existenzsichernden Lohn als notwendigen Mindestbetrag für die Deckung der Grundbedürfnisse.
Ein fairer Lohn solle durch eine normale Arbeitswoche und nicht durch Überstunden oder Überarbeitung verdient werden.
Die Organisation nannte den existenzsichernden Lohn als ein fundamentales Menschenrecht.