Lieferung von HIV-Medikamenten verzögert
Das Gesundheitsministerium der Philippinen hat eine Verzögerung bei der Lieferung von Medikamenten zur Behandlung von HIV bekanntgegeben. Die Lieferung von fast 1,2 Millionen Flaschen Tenofovir/Lamivudine/Dolutegravir (TLD) ist noch nicht eingetroffen. Der Vertrag mit dem Lieferanten PhilPharmawealth wurde im März 2026 vergeben.
Die erste Lieferung von 600.000 Flaschen war ursprünglich für den 23. Mai 2026 geplant. Der Lieferant bat jedoch um eine Verlängerung des Lieferzeitplans und verwies auf die Krise im Nahen Osten. Der Lieferant versprach nun, bis zum 5. Juli 2026 eine Lieferung von 455.217 Flaschen zu liefern.
Das Gesundheitsministerium betonte, dass TLD das empfohlene Erstlinien-Medikament zur Behandlung von HIV ist. Die 1.164.879 Flaschen TLD, die vom Gesundheitsministerium beschafft wurden, sollen die Behandlung von etwa 97.000 Menschen mit HIV im ganzen Land unterstützen.
Trotz der Verzögerungen bei der Lieferung der TLD-Vorräte versicherte das Gesundheitsministerium, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um die kontinuierliche Verfügbarkeit von ARV-Medikamenten für Menschen mit HIV zu gewährleisten. Das Ministerium fügte hinzu, dass TLD auch über andere Lieferanten im Großhandel erhältlich ist.
Das Gesundheitsministerium verwies auch auf das PhilHealth Outpatient HIV/AIDS Treatment Benefit Package, das eine Zuweisung pro Patient enthält. Diese Mittel können von Behandlungszentren unabhängig genutzt werden, um ARV-Medikamente zu kaufen.
Laut Daten von Dezember 2025 erhielten 100.671 Menschen mit HIV eine ARV-Behandlung. Davon erreichten 57.184 eine Virussuppression bis Dezember 2025.