Lehrkraft aus Mindanao betont Bedeutung von Ruhe und Erholung
Eine Lehrkraft aus Mindanao hat die Bedeutung von Ruhe und Erholung für die Produktivität betont. Ruth Sitchon Morales, Dozentin an einer staatlichen Universität in Mindanao, schrieb in einem Artikel, dass Ruhe nicht das Gegenteil von Produktivität sei. Vielmehr sei sie der Treibstoff, der die Produktivität aufrechterhalte.
Morales berichtete, dass sie mit neunzehn Kollegen aus ihrer Abteilung nach Dahilayan in Manolo Fortich, Bukidnon, gereist sei. Dort fand eine zweitägige strategische Planungssitzung statt, die gleichzeitig als Erholungspause diente. Die kalte Luft und die grüne Umgebung hätten Körper und Seele gestärkt.
Die Naturwanderungen, Abenteuerfahrten, die Kameradschaft und das Lachen seien die Reise wert gewesen. Morales stellte fest, dass sie seit dem Umzug ihrer Familie nach Bukidnon mehr arbeite, aber seltener krank werde. Die Erschöpfung sei nicht mehr so häufig wie in der Großstadt.
Morales betonte, dass Ruhe keine Luxus, sondern eine Notwendigkeit sei. Sie erinnerte daran, dass Jesus eingeladen habe: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Ruhe sei nicht egoistisch, sondern Selbstfürsorge.
Ein grüner Weideplatz könne viele Formen annehmen. Es könne ein ruhiger Winkel zu Hause sein, ein Garten, ein Café, ein Spaziergang in der Natur oder ein kreatives Hobby. Wichtig sei, dass diese Orte Körper, Geist und Seele stärken.
Ruhe müsse auch in den Alltag integriert werden. Morales nannte Beispiele wie Gebet, Bibellesen und Stille. Diese Aktivitäten könnten die Seele stärken und kleine Erfolge feiern. Auch kurze Pausen könnten erfrischen, besonders wenn sie mit Freunden oder Partnern geteilt werden.
Die Autorin verwies auf das hebräische Wort „Schabbat“, das „aufhören“ oder „ruhen“ bedeutet. In der Antike hätten Bauern ihre Felder alle sieben Jahre brachliegen lassen, damit der Boden seine Kraft zurückgewinnen konnte. Moderne Studien zeigten, dass kurze Pausen die Konzentration und Kreativität verbessern.
Morales schloss, dass Ruhe keine verlorene Zeit sei, sondern eine Zeit der Erholung. Grüne Weideplätze seien keine Flucht, sondern Lebenslinien. Sie erinnerten daran, dass Menschen keine Maschinen, sondern Seelen seien, die der Erholung bedürfen.