LCF ruft zu kollektivem Handeln in der Unternehmensverantwortung auf
Die Liga der Unternehmensstiftungen (LCF) feierte ihr 30-jähriges Bestehen mit einer klaren Botschaft an die philippinische Wirtschaft. Unternehmensverantwortung (CSR) müsse sich von isolierten, zusätzlichen Initiativen zu kollektivem Handeln entwickeln. Andernfalls riskiere sie, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Die LCF nutzte das Jubiläum, um eine Bestandsaufnahme zu fordern, statt zu feiern. Die bisherige Praxis der CSR, die oft isoliert und als Zusatzprogramm betrieben wurde, sei nicht mehr ausreichend. Sie reiche nicht aus, um den heutigen Herausforderungen wie dem Klimawandel und der wachsenden sozialen Ungleichheit zu begegnen.
Vom 1. bis 2. Juli 2026 fand im Bayanihan Center in Pasig City die Konferenz zum guten Unternehmensbürgertum statt. Sie brachte Geschäftsleute, Regierungsvertreter, Stiftungen und Entwicklungspartner zusammen. Ziel war es, vom Bewusstsein zum Handeln überzugehen.
Das Konferenzthema Adapt. Align. Accelerate. diente als Rahmen, wie Organisationen auf heutige Nachhaltigkeits- und Entwicklungsherausforderungen reagieren können. Adapt bedeutet, Systeme zu überdenken, die weder Gemeinschaften noch Unternehmen mehr dienen. Align bedeutet, Unternehmenshandlungen an institutionelle Standards zu binden. Dazu gehören die Ziele für nachhaltige Entwicklung, der Philippine Development Plan und Umwelt-, Sozial- und Governance-Verpflichtungen wie die Kohlenstoffneutralität.
Accelerate bedeutet, Ergebnisse durch Partnerschaften und Technologie zu skalieren. Shem Jose Garcia, Vorsitzende der LCF und Geschäftsführerin der Vivant Foundation, forderte das Privatunternehmen auf, seine CSR-Ansätze anzupassen, abzustimmen und zu beschleunigen. Nur so könne ein nachhaltiger Einfluss erzielt werden.
Garcia betonte, dass isolierte Maßnahmen nicht mehr tragbar seien. Sie nannte es ein Luxus, den sich das Land nicht mehr leisten könne. Jede Intervention, egal wie gut gemeint, riskiere ihre Relevanz zu verlieren.
Die Konferenz begann mit einem Vortrag von Edgar O. Chua. Er ist unabhängiger Direktor der Shell Philippines Corporation und Vorsitzender des Makati Business Club. Chua rief dazu auf, die verschiedenen Programme zu beschleunigen, die von den Teilnehmern geplant oder verteidigt werden.
Am ersten Tag der Konferenz wurden inklusive Erwerbsgrundlagen für informelle Arbeiter diskutiert. Maria Fe J. Avila vom Department of Trade and Industry sprach über das Thema. Zudem ging es um Katastrophenresilienz und finanzielle Inklusion. Megan Manahan vom Department of Social Welfare and Development leitete eine Plenarsitzung zu Executive Order 117 und der Akkreditierung von Begünstigteninstitutionen.
Am zweiten Tag der Konferenz ging es um persönliche und organisatorische Verpflichtungen zur Erreichung eines NET ZERO Kohlenstoff-Fußabdrucks. Zudem wurde das 30-jährige Bestehen der LCF gefeiert. Dabei stand das Wohlbefinden von Sozialentwicklungsprofis und Frontline-Mitarbeitern im Fokus.
Die Konferenz schloss mit einer Herausforderung von Jaton Zulueta. Er ist Geschäftsführer des AHA Learning Center. Zulueta forderte die Teilnehmer auf, das Unternehmensbürgertum über das bloße Gute-Tun hinaus zu entwickeln. Er nannte es wichtig, dass das Land mehr Stiftungen brauche, die sich von den Menschen verändern lassen, denen sie dienen wollen.