Wirtschaft

Kritik an Pax-Silica-AI-Hub in den Philippinen

In den Philippinen plant die Regierung einen hochtechnologischen Hub für Künstliche Intelligenz, Halbleiter und kritische Mineralien. Das Projekt soll auf einem 1.620 Hektar großen Gelände nördlich von Manila entstehen.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Philippinische und US-amerikanische Beamte präsentieren das Vorhaben als globalen Zugangspunkt für die genannten Technologien. Kritiker sehen in dem Projekt jedoch einen weiteren Infrastrukturschub auf umstrittenem Land, der die Lebensgrundlagen der betroffenen Gemeinschaften gefährdet.

Die Kritiker werfen den Behörden vor, die Bedenken der betroffenen Gemeinschaften nicht ernst zu nehmen. Sie sehen das Projekt als Beispiel für ehrgeizige Investitionspläne, die ohne ausreichende Umweltvorsorge und Kosten-Nutzen-Analyse vorangetrieben werden.

Die philippinische Regierung will innerhalb von zwei bis drei Monaten einen Rahmenvertrag mit Washington für den Hub abschließen. Joshua Bingcang, Präsident und Geschäftsführer der staatlichen Bases Conversion and Development Authority (BCDA), nannte diese Details.

Die BCDA ist für die Umwandlung ehemaliger US-Militärbasen in Wirtschaftszentren zuständig. Der Hub soll in New Clark City in der Provinz Tarlac entstehen, etwa 100 Kilometer nördlich von Manila.

Bingcang erwartet, dass der Hub in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen wird. Er soll eine erste Investition von 10 Milliarden US-Dollar anziehen und Hunderttausende Arbeitsplätze schaffen.

Quellen