Gesellschaft: Metro Manila

Kirche und Regierung kooperieren für philippinische Arbeitsmigranten und deren Familien

Die katholische Kirche auf den Philippinen verstärkt ihre Unterstützung für philippinische Arbeitsmigranten, Seeleute und deren Familien durch eine neue Zusammenarbeit mit drei staatlichen Stellen. Im Fokus der Kooperation stehen die Herausforderungen, die durch Migration entstehen, sowie die psychische Gesundheit von Kindern, die aufgrund der Arbeit ihrer Eltern über längere Zeiträume von ihren Familien getrennt sind.

Philippine Passport and Five Hundred Peso Banknote on National Flag
Symbolbild: Envato

Die ECMI, die Kommission für Migranten und CBCP, unterzeichnete die Vereinbarungen am 27. September in Quezon City. Die Partner der kirchlichen Kommission sind die Overseas Workers Welfare Administration (OWWA), das Department of Migrant Workers (DMW) sowie CFO. Der Abschluss der Abkommen erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40. Nationalen Migrantensonntag.

Pater Ricky Gente, der Exekutivsekretär der ECMI, erläuterte, dass die Initiativen gezielt darauf abzielen, die Belastungen für die im Ausland tätigen Arbeitskräfte und deren Angehörige zu lindern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der mentalen Gesundheit der Kinder. Um die familiären Bindungen trotz der räumlichen Distanz zu stärken, setzt die ECMI zudem darauf, die Ehepartner der Migranten aktiver in die Aktivitäten der lokalen Pfarreien einzubinden.

Die kirchliche Migrationsarbeit ist bereits weit verbreitet und hat fast 70 Prozent der Pfarreien in der Region Luzon erreicht; ein weiterer Ausbau in andere Gemeinden ist geplant. Pater Gente, der zuvor 34 Jahre lang als Scalabrinian-Missionar in Italien tätig war, betonte, dass die Kirche für viele Migranten bei der Ankunft in einem neuen Land oft die erste Anlaufstelle ist. Die kirchlichen Dienste im Ausland bieten neben der religiösen Begleitung auch praktische Hilfen wie medizinische Versorgung, Sprachunterstützung und Radioprogramme an. Diese Angebote sollen insbesondere der zweiten Generation von Filipinos helfen, die Verbindung zu ihrem Glauben, ihrer Gemeinschaft und ihrem kulturellen Erbe zu bewahren.