KI-Nachfrage treibt Elektronik-Exporte der Philippinen Richtung Rekordmarke
EditDie steigende Nachfrage nach Technologien für künstliche Intelligenz (KI) dürfte der wichtigsten Exportbranche der Philippinen ein Rekordjahr bescheren. Laut Prognosen des Branchenverbandes Semiconductor and Electronics Industries in the Philippines Foundation Inc. (Seipi) könnten die Elektronik-Exporte des Landes erstmals die Marke von 50 Milliarden US-Dollar überschreiten.
Danilo Lachica, Präsident der Seipi, gab am Rande einer Pressekonferenz in New Clark City bekannt, dass die Branche für das Jahr 2026 ein Exportvolumen zwischen 53 und 54 Milliarden US-Dollar erwartet. Dies stellt eine deutliche Steigerung gegenüber den rund 49,6 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2025 dar. Ursprünglich hatte der Verband mit einem stagnierenden Wachstum gerechnet, korrigierte die Prognose jedoch auf ein Plus von etwa 10 Prozent. Grund für diese Aufwärtskorrektur war eine über den Erwartungen liegende Leistung der Industrie in der ersten Jahreshälfte, die trotz geopolitischer Spannungen und eines herausfordernden globalen makroökonomischen Umfelds erzielt wurde.
Halbleiter machen etwa 70 Prozent der gesamten Elektronik-Exporte der Philippinen aus. Als wichtigste Absatzmärkte für diese Produkte gelten Hongkong, gefolgt von den Vereinigten Staaten und China. Der verbesserte Ausblick wird primär durch den massiven Bedarf an Datenservern und der Infrastruktur getrieben, die für die Expansion der künstlichen Intelligenz notwendig ist.
Trotz der positiven Entwicklung betonte Lachica, dass die Philippinen selbst keine KI-Chips produzieren. Dem Land fehle es hierfür an den erforderlichen Wafer-Fabrikationsanlagen. Die lokale Industrie konzentriere sich zum jetzigen Zeitpunkt stattdessen auf die Herstellung von unterstützender Ausrüstung für KI-Anwendungen und Rechenzentren.




