Joel Chua sucht Schutz nach Drohungen von Vizepräsidentin Sara Duterte
Der Abgeordnete Joel Chua gab am Montag bekannt, dass er nach umstrittenen Äußerungen der Vizepräsidentin Sara Duterte im November 2024 Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat. Er fürchtete um seine Sicherheit, da die Aussagen von der zweithöchsten Amtsträgerin des Landes kamen.
Chua äußerte sich nach dem vierten Verhandlungstag im Amtsenthebungsverfahren gegen Duterte. Er erklärte, dass er sich bedroht fühlte, als die Vizepräsidentin seinen Namen während einer späten Online-Pressekonferenz erwähnte. Diese Konferenz ist Gegenstand des vierten Amtsenthebungsartikels.
Chua betonte, dass er sich gefürchtet habe, da die Äußerungen nicht von einer gewöhnlichen Person, sondern von der zweithöchsten Amtsträgerin des Landes stammten. Er bestätigte, dass er sich tatsächlich bedroht fühlte.
Chua hatte zuvor keine Sicherheitskräfte, beschloss aber nach den Äußerungen, welche er nicht ignorieren konnte, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Der Regionaldirektor der National Bureau of Investigation (NBI) für die Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao, Jeremy Lotoc, sagte vor dem Senatsgericht aus. Er erklärte, dass die Ermittler Dutertes Aussagen als real und ernsthaft betrachteten. Sie kamen zu dem Schluss, dass sie die Absicht, das Motiv und die Fähigkeit hatte, die angeblichen Drohungen auszuführen.
Während der Pressekonferenz im November 2024 soll Duterte Chua direkt angesprochen haben. Chua leitete damals den Ausschuss für Gute Regierungsführung und öffentliche Rechenschaftspflicht, der den angeblichen Missbrauch von Geheimfonds durch das Büro der Vizepräsidentin untersuchte.
Duterte soll während der Pressekonferenz auch Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, ausgesprochen haben. Diese Drohungen wurden später zur Grundlage des vierten Amtsenthebungsartikels gegen sie.
Chua verwies auf die Geschichte der Duterte-Familie, um die Fähigkeit der Vizepräsidentin zu unterstreichen, Drohungen auszuführen. Er nannte den ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte und die sogenannten Davao Death Squads.
Chua betonte, dass die Drohungen nicht als gewöhnliche Äußerungen abgetan werden sollten, da sie gegen den Präsidenten gerichtet waren. Er lehnte auch die Argumentation ab, dass Dutertes Bemerkungen nur bedingte Aussagen waren.
Chua verwies auf einen Fall während der Amtszeit von Rodrigo Duterte, bei dem eine Person wegen angeblicher Drohungen gegen den Präsidenten verhaftet wurde, obwohl sie angeblich nicht die Mittel hatte, diese Drohungen auszuführen.