Jeepneys auf den Philippinen: Hohe Dieselpreise erschweren Umstieg auf Elektroantrieb
Die steigenden Dieselpreise auf den Philippinen erschweren den Umstieg auf Elektrojeepneys. Seit dem Konflikt im Iran im Februar sind die Dieselpreise stark gestiegen. In Metro Manila kostete Diesel im März 114 Pesos pro Liter. Das entspricht fast einem Sechstel des Mindestlohns für nicht-landwirtschaftliche Arbeiter in der Hauptstadtregion.
Die Inflation lag im Juni bei 6,4 Prozent. In dieser Woche stiegen die Dieselpreise auf 76 Pesos pro Liter, nachdem sie in der Vorwoche noch bei 72 Pesos lagen. Vor dem Konflikt kostete Diesel 60 Pesos pro Liter. Die neuesten Preiserhöhungen setzen den öffentlichen Verkehr unter Druck. Sie zeigen auch ein tieferes Problem auf: Elektrojeepneys versprechen niedrigere Betriebskosten, sind aber für viele kleine Betreiber und Fahrer schwer zu finanzieren.
Die erneuten Spannungen im Golf haben die Dieselpreise erneut um fast 5 Pesos steigen lassen. Das belastet den öffentlichen Verkehr weiter. Die Betreiber und Fahrer müssen die schwankenden Preise gegen die Schulden abwägen, die für den Umstieg auf Elektroantrieb nötig sind. Die hohen Kosten für Elektrojeepneys und der fehlende staatliche Rückhalt erschweren den Umstieg.
Liberty de Luna, der ACTO auf den Philippinen, zeigte sich besorgt. Er erwartet weitere Preiserhöhungen. Die Medien berichteten, dass die Dieselvorräte nur noch 40 Tage reichen. Er fürchtet, dass der Preis für Diesel auf 100 Pesos pro Liter steigen könnte. Das wäre ein schwerer Schlag für den Verkehr.