Japan gründet Katastrophenschutzbehörde
Japan hat eine neue Katastrophenschutzbehörde gegründet. Das Parlament verabschiedete am Montag ein Gesetz, das die Behörde leitet. Sie soll Krisenmanagement und Maßnahmen zur Schadensminderung überwachen.
Die neue Behörde soll im November starten. Sie steht direkt unter der Aufsicht des Kabinetts. Zudem wird ein Katastrophenschutzminister ernannt, der den Premierminister unterstützt.
Der Katastrophenschutzminister kann Empfehlungen an andere Ministerien und Behörden aussprechen. Diese müssen die Empfehlungen befolgen, wenn ihre eigenen Maßnahmen nicht ausreichen.
Die Behörde wird ihren Sitz in Tokio haben und bis zu 352 Mitarbeiter beschäftigen. Sie besteht aus vier Abteilungen für Krisenmanagement, lokales Katastrophenmanagement, Präventionsplanung und umfassende Politik.
Die Gründung der Behörde ist Teil der Bemühungen Japans, sich auf mögliche Mega-Erdbeben vorzubereiten. Diese könnten entlang des Japan-Grabens, des Kurilen-Grabens, des Nankai-Trogs oder direkt unter dem Tokioter Ballungsraum auftreten.
Zwei regionale Büros sollen ab dem Haushaltsjahr 2027 oder später eröffnet werden. Sie sollen die Koordination mit den lokalen Regierungen verbessern.
Die Standorte und Funktionen der regionalen Büros sind noch nicht festgelegt. Viele lokale Regierungen haben Interesse gezeigt, die Büros zu beherbergen.
Das Kabinett von Premierministerin Sanae Takaichi billigte die entsprechenden Gesetze im März. Die Grundpolitik für die Gründung der Behörde wurde im Dezember verabschiedet.
Die Initiative zur Gründung der Behörde ging auf den ehemaligen Premierminister Shigeru Ishiba zurück. Er richtete kurz nach seinem Amtsantritt im Oktober 2024 ein Vorbereitungsbüro ein.
Die neue Behörde ist die erste, die direkt unter der Aufsicht des Kabinetts steht, seit die Digitalbehörde im September 2021 gegründet wurde.