Jannik Sinner verteidigt Wimbledon-Titel
Jannik Sinner hat seinen zweiten Wimbledon-Titel in Folge gewonnen. Der Italiener besiegte den französischen Open-Sieger Alexander Zverev in vier Sätzen. Damit rückte Sinner seinem großen Rivalen Carlos Alcaraz auf zwei Grand-Slam-Titel näher.
Sinner und Alcaraz sind die dominierenden Kräfte im Herrentennis. Alcaraz hat jedoch die letzten beiden Grand-Slam-Turniere wegen einer Verletzung verpasst.
Sinner zeigte eine brillante Leistung im Finale. Er rettete den einzigen Breakpoint, den er abgeben musste, und besiegte den in Form spielenden Zverev auf typisch effiziente Weise.
Der Italiener hat 79 Wochen als Weltranglistenerster verbracht. Das sind 13 Wochen mehr als Alcaraz. Zudem wurde er der zweite Spieler nach Novak Djokovic, der alle neun Masters-1000-Titel in seiner Karriere gewann.
Sinner hat sechs aufeinanderfolgende Masters-Turniere und 34 direkte Siege auf der Stufe unter den Grand Slams gewonnen. Seine Form bei den Majors in diesem Jahr war jedoch unter seinen hohen Standards.
Sinner verlor im Halbfinale der Australian Open in fünf Sätzen gegen Djokovic. Danach folgte eine überraschende Niederlage in der zweiten Runde der French Open gegen Juan Manuel Cerundolo.
In Wimbledon zeigte Sinner jedoch eine klinische Leistung. Er besiegte Zverev zum zehnten Mal in Folge. Im letzten Jahr verteidigte er erfolgreich seinen Titel bei den Australian Open und besiegte Alcaraz im Finale von Wimbledon.
Sinners Karriere wurde Anfang 2025 unterbrochen. Er erhielt eine dreimonatige Sperre, weil er zweimal positiv auf das verbotene anabole Steroid Clostebol getestet wurde.
Sinner behauptet, das Produkt sei unbeabsichtigt durch eine Massage seines Physiotherapeuten in seinen Körper gelangt. Der Therapeut hatte ein Spray mit dem Stoff verwendet, um eine Schnittwunde zu behandeln.
Die Welt-Anti-Doping-Agentur stellte fest, dass Sinner nicht betrügen wollte. Er musste jedoch die Sperre absitzen, weil er für die Handlungen seines Umfelds verantwortlich ist.
Sinner wurde in San Candido geboren. Das ist eine deutschsprachige Stadt im Norden Italiens, nahe der Grenze zu Österreich. Eine Karriere im Profitennis war für ihn nicht von Anfang an klar.
Als Kind war Sinner ein Champion im Skifahren. Er genießt den Sport auch heute noch in der Nebensaison. Zudem spielte er gerne Fußball.
Der Rechtshänder, der 1,91 Meter groß ist, gewann seinen ersten Titel 2020 in Sofia. 2024 war sein Durchbruchjahr. Er gewann die Australian Open und sieben weitere Titel, darunter die US Open.
Sinner wurde im Juni 2024 der erste Italiener, der die Weltranglistenspitze erreichte. Seine Superkraft ist die außergewöhnliche Fähigkeit, auf dem Platz ruhig zu bleiben.
Sinner liebt seinen Beruf. Er sieht Tennis als Hobby, das zu seinem Job wurde. Er genießt es, auf dem Platz zu stehen und zu spielen. Besonders in großen Stadien.