Inflationsrate sinkt im Juni auf 6,4 Prozent
Die jährliche Inflationsrate in den Philippinen hat sich im Juni weiter abgeschwächt und lag bei 6,4 Prozent, nachdem sie im Mai noch bei 6,8 Prozent gelegen hatte. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die monatlichen Preisrückgänge für Treibstoff und Lebensmittel zurückzuführen.
Die Inflationsrate für die erste Jahreshälfte 2026 betrug 4,8 Prozent und lag damit über dem Ziel der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) von 3,0 Prozent und der Toleranzspanne von ± 1 Prozentpunkt um das Ziel herum.
Die Inflationsrate für Haushalte mit Einkommen im unteren 30 Prozent der Bevölkerung sank von 8,4 Prozent im Mai auf 8,0 Prozent im Juni. Die Preise für inländisches Öl sanken im Juni, was auf die moderate Entwicklung der globalen Ölpreise angesichts abnehmender geopolitischer Spannungen im Zusammenhang mit laufenden US-Iran-Verhandlungen zurückzuführen ist.
Die Lebensmittelinflation ging ebenfalls zurück, da die Fleischpreise weiter sanken, während die Reisinflation aufgrund der anhaltenden Ankunft von Importen nachließ. Die einmonatige vorübergehende Preisobergrenze für importierten Reis von Mitte Mai bis Mitte Juni trug ebenfalls zum Rückgang der registrierten Reisinflation bei.
Die Fischinflation verlangsamte sich ebenfalls aufgrund niedrigerer Treibstoffpreise, was dazu beitrug, die Fischereiaktivitäten zu erhöhen. Dennoch dämpften höhere Gemüsepreise aufgrund begrenzter Versorgung während der Nebensaison den Rückgang der allgemeinen Inflationsrate.
Auf monatlicher, saisonbereiniger Basis lag die allgemeine Inflationsrate im Juni bei 0 Prozent, nach -0,6 Prozent im Mai. Die Kerninflationsrate, die volatile Lebensmittel- und Energieartikel ausschließt, stieg von 4,1 Prozent im Mai auf 4,4 Prozent im Juni.
Dies zeigt, dass die zugrunde liegenden Inflationsdruckfaktoren trotz der Abschwächung der allgemeinen Inflationsrate bestehen bleiben. Die Inflationsrate im Juni lag innerhalb der Prognosebandbreite der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) von 6,0 bis 7,0 Prozent für den Monat.
Die neuesten Projektionen der BSP deuten darauf hin, dass die Inflationsrate in naher Zukunft wahrscheinlich erhöht bleiben wird. Die BSP wird sich weiterhin von den eingehenden Daten leiten lassen und ist bereit, weitere geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen, wenn nötig, um sicherzustellen, dass die Inflationsrate nahe an das Ziel von 3,0 Prozent zurückkehrt.