Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte: Transparenz und Rechenschaftspflicht gefordert
Das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte wird von vielen als Machtkampf zwischen den Familien Marcos und Duterte wahrgenommen. Ein Arzt aus Davao warnt jedoch davor, das Verfahren zu verharmlosen. Er sieht darin vielmehr eine systemische Infektion der Transparenz.
Der Arzt betont, dass das Verfahren nicht als persönlicher oder politischer Streit zwischen zwei mächtigen Familien betrachtet werden sollte. Vielmehr gehe es um einen schweren Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit. Die Commission on Audit, eine unabhängige Behörde, habe festgestellt, dass Hundert Millionen Pesos an geheimen Geldern nicht ordnungsgemäß nachvollziehbar sind.
Diese Gelder seien mit fehlenden Unterlagen, nicht verifizierten Quittungen und nicht existierenden Namen verbunden. Der Arzt sieht in diesen Zahlen keine abstrakten Bilanzen, sondern konkrete Auswirkungen auf die Gemeinschaft. Jeder verschwundene Peso sei ein Peso, der den Überlebens- und Wohlstandschancen der Gemeinschaft entzogen werde.
Der Arzt fordert, dass öffentliche Ressourcen den Menschen dienen müssen, insbesondere den Verwundbarsten. Er betont, dass die progressive Bewegung seit Jahrzehnten für Rechenschaftspflicht kämpft und dies auch weiterhin tun wird. Es gehe nicht darum, der Marcos-Regierung einen Freifahrtschein zu geben, sondern darum, beide Seiten zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Arzt appelliert an seine Mitbürger in Davao, dass Popularität eine Verpflichtung zur absoluten Exzellenz im Dienst bedeutet. Transparenz sei kein Zeichen von Verrat, sondern von politischer Reife. Er fordert, dass die höchsten Standards der Transparenz von den eigenen Führern eingefordert werden.
Der Arzt schließt mit dem Aufruf, die Diskussion auf das zu lenken, was wirklich zählt: die Gesundheit der Demokratie, die Sicherheit der Umwelt und die Würde von Frauen und Kindern. Das Amtsenthebungsverfahren sei ein notwendiger Eingriff, um den politischen Körper zu schützen. Es gehe nicht um Parteipolitik, sondern um Rechenschaftspflicht.