Iloilo ordnet Tierunterkuenfte in Barangays an
Der Stadtrat von Iloilo hat am Mittwoch, den 1. Juli, angeordnet, dass alle 180 Barangays eigene temporäre Tierunterkünfte einrichten. Diese sollen gerettete und eingepferchte Tiere sicher aufnehmen, bevor sie weitergeleitet oder abgeholt werden. Der Stadtrat stimmte einstimmig für die Resolution, die von Ratsmitglied Johnny Young eingereicht wurde. Sie soll die wachsenden Sorgen um streunende, verlassene und gerettete Tiere in den Gemeinden angehen.
Young betonte, dass die Einrichtungen einen sicheren Raum für Tiere bieten sollen, die auf medizinische Untersuchungen, Eigentumsverifizierungen oder die Überführung in geeignete städtische Einrichtungen warten. Er nannte die Barangays die ersten Ansprechpartner bei Vorfällen mit streunenden Hunden, Tierbissen und Berichten über Grausamkeit oder Vernachlässigung. Young zeigte auf, dass der Mangel an speziellen Aufenthaltsbereichen auf Barangay-Ebene oft dazu führt, dass gerettete oder streunende Tiere auf den Straßen zurückgelassen werden.
Die Resolution baut auf der Tierwohl-Verordnung der Stadt aus dem Jahr 2024 auf. Diese Verordnung ernannte das Stadtveterinäramt zum führenden Amt für Tierwohl und beauftragte es mit der Überwachung des Iloilo City Pound und Tierheims in Barangay Calahunan, Mandurriao. Diese zentrale Einrichtung ist für die Einpferchung, Dokumentation und Adoption streunender Tiere zuständig. Zudem wurde eine Task Force für die Durchsetzung des Tierwohls geschaffen, um Verstöße zu ahnden und Compliance-Inspektionen durchzuführen. Das Veterinäramt leitet das städtische Tollwut-Präventionsprogramm.
Tollwut bleibt ein anhaltendes Gesundheitsproblem in der Region. Die Provinzregierung von Iloilo meldete durchschnittlich 200 Bewohner, die täglich von Tieren gebissen werden, meist von Hunden. Von Januar bis Juni 2025 wurden 35.522 Bissfälle registriert. Dies unterstreicht die Bedeutung besserer Tiermanagement-Maßnahmen auf Gemeindeebene.
Die Resolution legt fest, dass die Einrichtungen nicht groß oder teuer sein müssen, setzt aber strenge Mindeststandards für die humane Behandlung der Tiere. Jede Unterkunft auf Barangay-Ebene soll eine sichere und belüftete Umgebung bieten, die vor Hitze, Regen und Überschwemmungen schützt. Sie muss auch grundlegende Annehmlichkeiten wie sauberes Trinkwasser, geeignete Fütterungsbereiche und Sanitäranlagen bieten. Die Unterkünfte müssen zudem Trennprotokolle befolgen, mit separaten Käfigen oder Bereichen für kranke, verletzte oder aggressive Tiere.
Um den Erfolg der Initiative zu sichern, wird das Stadtveterinäramt von Iloilo, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Barangay-Captains und Tierschutzgruppen, gebeten, technische Unterstützung, Schulungen und Richtlinien für die lokalen Behörden zu bieten. Die Resolution skizziert auch einen Weg zur Nachhaltigkeit und schlägt vor, dass Barangays den Bau und die Wartung dieser Unterkünfte in ihre Entwicklungspläne und jährlichen Investitionsprogramme einbeziehen.