Gesellschaft

Iloilo kämpft um Schutz des La Paz Batchoy

Iloilo hat seit einem Jahr die Auszeichnung als UNESCO Creative City of Gastronomy. Die Auszeichnung ist prominent im Rathaus ausgestellt. Doch die Stadt muss nun handeln, um ihre kulinarischen Schätze zu schützen. Besonders das La Paz Batchoy steht im Fokus.

Construction Workers on Site with ScaffoldingGarakta-Studio
Symbolbild: Envato

Touristen, die am Iloilo International Airport landen, suchen nach dem weltbesten Offal-Suppe. Doch sie finden keine der traditionellen Marken, die diesen Ruf aufgebaut haben. Der Grund: Die Civil Aviation Authority of the Philippines (CAAP) verbietet das Kochen im Flughafen. Während andere Flughäfen wie Changi und Narita authentische Gerichte anbieten, bleibt Iloilo hinterher.

Die CAAP und das Department of Tourism sollen eine Lösung finden. Lokale Betreiber könnten spezialisierte Heizgeräte nutzen, um das Verbot zu umgehen. Eine gemeinsame Erklärung der lokalen Akteure könnte den Druck erhöhen. Doch auch die Batchoy-Industrie selbst ist zersplittert.

Kommerzielle Instant-Nudel-Konzerne und Nachahmer aus anderen Regionen nutzen den Namen La Paz ohne Konsequenzen. Eine GI Registrierung ist ohne eine regierende Körperschaft unmöglich. Lokale Hersteller müssen sich unter einer formellen Vereinigung zusammenschließen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hygiene. Traditionelle Kleinunternehmen nutzen poröse Holzschneidebretter und ungleichmäßige Brühetemperaturen. Eine Verbesserung der Hygieneprotokolle ist notwendig, um die Branche zukunftssicher zu machen. Die lokale Regierung soll praktische Unterstützung bieten, etwa durch subventionierte Schneidebretter oder Temperaturprotokolle.

Ein schwerer Lebensmittelvergiftung-Ausbruch könnte den Ruf der Stadt schwer schädigen. Die UNESCO-Auszeichnung hat die Mängel in der lokalen Lebensmittelverwaltung offengelegt. Es reicht nicht, Geld in Marketing zu stecken. Die Stadt muss die notwendige Infrastruktur schaffen und das Erbe schützen.

Quellen