Wirtschaft

IBON: Wirtschaftspolitik der Philippinen hält Millionen in Armut

Die Philippinen sind nach Angaben der IBON Foundation in einem Wirtschaftssystem gefangen, das ausländisches Kapital gegenüber lokalen Industrien bevorzugt. Millionen Menschen bleiben arm, während die Regierung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. sich auf die nächste Rede zur Lage der Nation vorbereitet.

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Symbolbild: Envato

Die IBON Foundation kritisierte, dass Jahrzehnte der Öffnung der Wirtschaft für ausländische Interessen die Landwirtschaft und die Fertigung geschwächt haben. Steuererleichterungen durch das CREATE Act (Republic Act No. 11534) und das CREATE MORE Act (Republic Act No. 12066) kosten den Staat jährlich zwischen 250 Milliarden und 300 Milliarden Pesos.

Das CREATE Act und das CREATE MORE Act sind Gesetze, die die Unternehmensbesteuerung und Investitionsanreize reformieren. Sie senken die Unternehmenssteuersätze und bieten Steuervergünstigungen für registrierte Unternehmen. Der Geschäftsführer der IBON Foundation, Sonny Africa, forderte, dass das Geld stattdessen in Industrie, Landwirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen und Wohnungsbau investiert werden sollte.

Africa betonte, dass die Arbeitsplatzzahlen die Anzahl der Filipinos verschleiern, die in informeller Arbeit ohne Verträge oder Leistungen feststecken. Er forderte die Regierung auf, weniger auf das Bruttoinlandsprodukt, Investitionen und Einkommensranglisten zu achten und sich mehr auf die Stärkung der lokalen Wirtschaft zu konzentrieren.

Die IBON Foundation erwartet, dass Präsident Ferdinand Marcos Jr. am 27. Juli makroökonomische Erfolge hervorheben wird. Dazu gehören die Einstufung des Landes durch die Weltbank als Land mit mittlerem Einkommen und das anhaltende Wirtschaftswachstum. Africa nannte die Einstufung der Weltbank jedoch kein Zeichen für Entwicklung.

Er erklärte, dass die Kategorie der Weltbank dazu dient, Zinssätze, Tilgungsfristen und Karenzzeiten für Kreditländer festzulegen. Mehr als 80 Prozent der Filipinos leben in Familien, die nur 5.000 bis 20.000 Pesos im Monat verdienen. Das ist weit entfernt von einem Lebensstandard der oberen Mittelschicht.

Africa führte die anhaltende Armut auf die gleichen Politikansätze zurück, die auf ausländische Investitionen, wirtschaftliche Liberalisierung und die Vernachlässigung lokaler Bauern, Fischer und kleiner Unternehmen setzen. Er kritisierte, dass die politischen Auseinandersetzungen um Macht und nicht um die Lösung der Armut und der wirtschaftlichen Rückständigkeit geführt werden.

Quellen