Haribon und Behörden bekämpfen illegalen Vogelhandel im Internet
Die Haribon Foundation hat sich Anfang Juli mit Wildtier- und Sicherheitsbehörden in Quezon City, Davao und General Santos City getroffen. Ziel der Treffen war es, den illegalen grenzüberschreitenden Handel mit indonesischen Papageien zu bekämpfen. Dieser Handel gefährdet nicht nur bedrohte Vogelarten, sondern auch die öffentliche Gesundheit.
Der illegale Handel mit Wildtieren in den Philippinen hat sich von physischen Märkten ins Internet verlagert. Dr. Esteven Toledo, Leiter des Wildlife Rescue Center unter der DENR-Biodiversitätsverwaltung, nannte dies die größte Herausforderung. Er warnte auch, dass geschmuggelte Tiere ein Gesundheitsrisiko darstellen. Diese Tiere durchlaufen keine Gesundheitskontrollen, die für legal importierte Wildtiere erforderlich sind.
Die Treffen brachten Beamte der Philippinischen Nationalpolizei, der Philippinischen Küstenwache, der DENR-Biodiversitätsverwaltung und anderer Regierungsstellen zusammen. Sie besprachen den aktuellen Stand der Arbeit der Haribon Foundation zur Bekämpfung des illegalen Papageienhandels und die nächsten Schritte. Rjay Serrano, Forschungsmitarbeiter bei Haribon, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit. Nur durch Zusammenarbeit verschiedener Gruppen könnten bessere Ergebnisse erzielt werden.
Serrano nannte als Beispiel mehr Beschlagnahmungen und die Verfolgung von Wildtierhändlern. Dr. Toledo appellierte an die Öffentlichkeit, keine illegal gesammelten oder gehandelten Wildtiere zu kaufen. Wenn der Kauf aufhöre, würden auch die Wilderei und die Jagd aufhören.
Die Juli-Treffen sind Teil des Projekts der Haribon Foundation zur Bekämpfung des grenzüberschreitenden Vogelhandels. Das Projekt arbeitet mit verschiedenen Sicherheits- und Umweltbehörden an wichtigen Transport- und Beschlagnahmungspunkten in Luzon und Mindanao. Der illegale Handel mit Wildtieren gilt als die zweitgrößte Bedrohung für das Überleben von Arten weltweit.
Der Schmuggel von lebenden indonesischen Wildtieren, insbesondere Papageien, in die Philippinen wird seit über drei Jahrzehnten dokumentiert. Er kostet das Land jährlich geschätzt eine Milliarde Dollar. Von 2010 bis 2020 wurden mehr als 67.500 Wildtierexemplare von 523 verdächtigen Verstoßern in den Philippinen beschlagnahmt. Im Jahr 2022 wurden allein 763 in Indonesien heimische Vögel sichergestellt.
Das Projekt konzentriert sich auf die Sammlung von Daten zu gehandelten Arten und Handelsrouten, die Unterstützung der Strafverfolgung, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, die Gestaltung von Politikempfehlungen und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Philippinen und Indonesien. Die Haribon Foundation ist der philippinische nationale Partner von BirdLife International. Sie arbeitete eng mit ihrem BirdLife-Partner in Indonesien, Burung Indonesia, zusammen.