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Großbrand in Fontainebleau: Über 1.300 Hektar Wald zerstört

In Frankreich kämpften am Montag Löschkräfte gegen zwei Waldbrände, die mehr als 1.300 Hektar Wald südöstlich von Paris zerstört haben. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest, die der Brandstiftung verdächtigt werden.

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Symbolbild: Envato

Der erste Brand brach am Sonntag im Fontainebleau-Wald aus. Dieser Wald ist ein ehemaliges königliches Jagdgebiet und liegt etwa 60 Kilometer südöstlich der Hauptstadt. Während der aktuellen Hitzewelle breitete sich das Feuer schnell aus und zerstörte Teile des UNESCO-Biosphärenreservats.

Die Brände stören den Bahn- und Straßenverkehr in der Region. Der Innenminister Laurent Nunez berichtete, dass das Feuer am Montagnachmittag fast 1.200 Hektar zerstört hatte. Ein zweiter Brand brach am Montagnachmittag aus und zerstörte etwa 100 Hektar. Rund 1.000 Menschen wurden evakuiert.

Einer der Verdächtigen ist ein 18-jähriger Mann ohne Vorstrafen. Er wurde mit rußverschmierten Händen und einem Feuerzeug festgenommen. Ein Anwohner, Clement Boher, berichtete, dass er und seine Familie seit Sonntagabend in Alarmbereitschaft waren.

Die Löscharbeiten umfassten den Einsatz von vier Canadair-Flugzeugen, zwei Dash-Flugzeugen und drei Löschhubschraubern. Insgesamt wurden 187 Wasserabwürfe durchgeführt. Am Abend blieben rund 600 Feuerwehrleute im Einsatz.

Der Innenminister Laurent Nunez teilte mit, dass 59 Personen in Frankreich wegen Brandstiftung festgenommen wurden. Präsident Emmanuel Macron bestätigte den Einsatz aller verfügbaren Ressourcen zur Bekämpfung des Feuers. Die Behörden untersuchen, ob das Feuer absichtlich gelegt wurde.

Frankreich erlebt derzeit die dritte Hitzewelle in weniger als drei Monaten. Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse und dem menschengemachten Klimawandel.

Am Sonntagabend halfen Anwohner bei den Löscharbeiten. Bauern brachten Wasser mit Traktoren zum Brandherd, und eine Krankenschwester ermöglichte den Einsatz ihres Swimmingpool-Wassers für die Feuerwehr.

Die Brände führten zur Schließung der Autobahn A6, die von Paris nach Südosten führt. Teile der Autobahn blieben am Montag gesperrt. Die Bahnverbindungen wurden jedoch wiederhergestellt.

Seit Jahresbeginn haben Waldbrände in Frankreich etwa 25.000 Hektar Land zerstört. Das ist fast so groß wie Edinburgh und doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Quellen