Gewalttat an einer Schule in Tacloban: Zwei Minderjährige festgenommen
In Tacloban haben zwei Minderjährige einen Schusswaffenangriff an einer Schule verübt. Drei Schüler starben, 20 weitere wurden verletzt. Die beiden Minderjährigen, die als Kinder in Konflikt mit dem Gesetz gelten, wurden festgenommen. Sie hatten eine .38-Kaliber-Revolver und eine 9mm-Glock-Pistole bei sich.
Die Täter sind derzeit in der Obhut des Sozialamtes in Leyte. Die Behörden untersuchen verschiedene Faktoren, die zu der Tat geführt haben könnten. Die Tante eines der Minderjährigen, eine nicht-kommissionierte Polizistin, wurde suspendiert. Sie war im Besitz der Glock-Pistole, die bei dem Angriff verwendet wurde.
Der Vorfall hat die Sorgen um Online-Extremismus verstärkt. Die Anti-Cybercrime-Gruppe der Philippinischen Nationalpolizei hatte bereits vor einem Muster gewarnt, bei dem Kinder durch Online-Plattformen zu gewalttätigen Handlungen angestiftet werden. In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Vorfälle in Marikina und Batangas, bei denen Schüler Waffen in Schulen mitbrachten und sich selbst oder andere verletzten.
Das Spiel GoreBox steht im Mittelpunkt der Diskussionen. Es wurde vorübergehend von der Regierung verboten, nachdem bekannt wurde, dass einer der Minderjährigen das gewaltvolle Spiel gespielt hatte. GoreBox ist ein Sandbox-Spiel, das extreme Gewalt darstellt und eine Altersfreigabe von R18+ hat. Die Android-Version bietet die Möglichkeit, die Gewalt etwas abzuschwächen.
Der Senat wird am 1. Juli eine Anhörung zu dem Vorfall abhalten. Senatorin Risa Hontiveros lädt den Entwickler von GoreBox, Felix Filip, ein. Filip hat die Einladung jedoch abgelehnt. Experten betonen, dass die Diskussion über Gewaltspiele komplex ist und dass die sozialen Netzwerke und Anreizstrukturen, in denen diese Spiele gedeihen, ebenfalls untersucht werden müssen.
Die Diskussion wird durch Fake News erschwert. Personen wie Kiko Barzaga verbreiten falsche Behauptungen über den Vorfall und das Gesetz zu Straftaten, an denen Kinder beteiligt sind. Zudem wurden manipulierte Fotos von Senatorin Hontiveros und Senator Kiko Pangilinan geteilt, die sie angeblich mit den an dem Vorfall beteiligten Minderjährigen zeigen.
Experten wie Victor Barreiro Jr. haben untersucht, wie eine Gaming-Subkultur von böswilligen Akteuren ausgenutzt wird, um junge Menschen zu radikalisieren. Spiele wie Roblox bieten Nutzern die Möglichkeit, reale gewalttätige Angriffe nachzustellen. Millionen von Roblox-Nutzern sind minderjährig. Eine Studie der Anti-Defamation League aus dem April 2025 zeigt, dass Menschen Geld verdienen, indem sie Karten für Spiele erstellen, die tragische Massenschießereien nachahmen.
Ein Bericht von Februar 2026 behandelt eine nihilistische Gewalt-Subkultur, die Gewalt fördert und gewalttätige Handlungen nutzt, um Status innerhalb einer Gemeinschaft zu erlangen. Die Probleme sind tief verwurzelt und werden durch Fake News und manipulierte Informationen weiter verschärft.