Gewalttat an einem Luxusresort auf Sicogon Island
Auf Sicogon Island kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Ein 60-jähriger Erbe der Familie Sarrosa-Marañon verbarrikadierte sich mit einer Schusswaffe in einem Luxusresort und beschimpfte Geschäftsführer auf Video. Die örtliche Polizei wartete währenddessen vor dem Gebäude.
Die Ereignisse im Huni Resort auf Sicogon Island waren der Höhepunkt eines gescheiterten Milliarden-Peso-Tourismusprojekts. Das Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Familie Sarrosa-Marañon und Ayala Land Inc. sollte als Vorzeigeprojekt für inklusives Wachstum in Nord-Iloilo dienen. Nach dem Taifun Yolanda wurde das Projekt als Meisterklasse für inklusives Wachstum verkauft. Doch die Realität sah anders aus.
Der Flughafen der Insel wurde Ende letzten Jahres stillgelegt. Am 15. Juni schlossen sowohl das Huni Hotel als auch das Balay Kogon dauerhaft ihre Türen. Das Scheitern des Projekts zeigt, dass ein von Manila entworfener Plan ohne echte lokale Wurzeln nicht lange Bestand hat.
Dave Sarrosa, der Erbe, zeigte seine Frustration über die stagnierende Entwicklung und die hungernden Familien. Seine Wut ist verständlich, doch Gewalt löst keine Probleme. Er stürmte das Resort, in dem seine Familie Anteile hält, und schoss um sich. Elf Mitarbeiter von SITEC waren in Lebensgefahr. Solche Aktionen delegitimieren den Kampf um Landrechte und geben den Entwicklern rechtlich die Oberhand.
Ironischerweise bewegte sich Ayala Land Inc. kurz vor Sarrosas gewaltsamer Aktion. Sie übertrugen 63 Hektar Land, davon 30 für Wohnzwecke und 33 für Landwirtschaft, und stellten einen Wohnfonds von 29 Millionen Pesos für die lokale Bauernföderation FESIFFA bereit. Diese Konzessionen kamen jedoch zu spät, um die Wirtschaft der Insel zu retten oder die Gewalt zu stoppen.
Diejenigen, die am meisten darunter leiden, sind die gewöhnlichen Bewohner von Sicogon. Vier Einheimische wurden zusammen mit Sarrosa verhaftet. Sie waren keine Leibwächter, sondern einfache Inselbewohner, die mitmachten. Nun sitzen sie in Untersuchungshaft und müssen sich schweren Strafen stellen, während die Hauptinvestoren wahrscheinlich bessere Anwälte engagieren werden.
Die Regierung muss eingreifen und die Auflösung dieses Chaos aggressiv vermitteln. Sie muss die Landtitel der Einheimischen sichern, bevor neue Investoren einen Fuß auf die Insel setzen. Investitionen in Western Visayas sind notwendig, aber nicht auf Kosten der Gemeinschaft.