Friedensprozess auf den Philippinen: Unvollendete Arbeit der Regierung Aquino
Die Arbeit für den Frieden auf den Philippinen geht weiter. Am 18. Juni 2026 fand die zweite Präsident Benigno Simeon Aquino III Gedenkvorlesung an der Ateneo de Manila University statt.
Die Vorlesung konzentrierte sich auf die unvollendete Arbeit des Friedensprozesses während der Amtszeit von Präsident Benigno Simeon Aquino III. Dabei wurde die Bedeutung der demokratischen Führung und der Governance-Modernisierung betont.
Nach der Ernennung von Mel Senen Sarmiento zum Präsidentenberater für den Frieden am 15. Juli 2026 wurden die Treffen der Friedensumsetzungsgremien wieder aufgenommen. Diese Ernennung wurde von der Moro Islamic Liberation Front begrüßt.
Die Friedensumsetzungsgremien arbeiten daran, den Friedensprozess voranzutreiben. Der Friedensprozess in Bangsamoro ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
Zwölf Jahre nach der Unterzeichnung des Comprehensive Agreement on the Bangsamoro (CAB) zwischen der philippinischen Regierung und der MILF im Jahr 2014 ist die Umsetzung in einem Zustand der Unordnung.
Unter der Normalisierungsspur wurde die Entwaffnung seit August letzten Jahres ausgesetzt. Die Regierungsumsetzungsgruppe war seit Februar ohne Führung, obwohl im April ein neuer Präsidentialberater ernannt wurde.
Der OPAPRU priorisiert PAMANA-Projekte im ganzen Land gegenüber der Verfolgung von Normalisierungsverpflichtungen in Bangsamoro.
Hunderte Millionen unausgegebener Normalisierungs- und Friedensaufbaugelder für den Bangsamoro-Friedensprozess werden jährlich an den Nationalen Schatz zurückgegeben.
Im politischen Bereich wurde das Engagement für einen MILF-geführten politischen Übergang, wie in CAB und Bangsamoro Organic Law verankert, ernsthaft verletzt. Besonders auffällig war die Entfernung von MILF-Vorsitzendem Al Haj Murad als Interim-Chefminister im März letzten Jahres.
Die Wahlen wurden mehrfach verschoben und sind nun für den 14. September 2026 geplant. Die MILF hat sich in zwei konkurrierende politische Parteien aufgespalten, was ihre Rolle nach den Wahlen weiter schwächt.