Gesellschaft

Frauen in Taal kämpfen für Erhalt der traditionellen Stickerei Burdang Taal

In Taal, Batangas, setzen sich Frauen für den Erhalt der traditionellen Handstickerei Burdang Taal ein. Die Kunstfertigkeit ist für ihre filigranen floralen und geometrischen Muster bekannt.

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Symbolbild: Envato

Die Herstellung beginnt mit dem Aufzeichnen von Mustern auf feine Piña-Stoffe. Diese werden dann auf einem Holzrahmen gespannt, um Verzerrungen zu vermeiden. Mit feinen Nadeln und ohne Fingerhut sticken die Frauen die Muster von Hand.

Nach dem Sticken wird der Stoff von einem anderen Handwerker weiter bearbeitet. Dieser Prozess, genannt pagka-calado, verstärkt das Design und verhindert, dass der Stoff ausfranst. Die Herstellung eines handgestickten Barong kann Wochen oder Monate dauern.

Die Stickerei wurde während der spanischen Kolonialzeit eingeführt. Damals lehrten Nonnen aus Klöstern den Frauen von Taal das Handwerk. Seitdem ist Burdang Taal sowohl kulturelle Tradition als auch wichtige Erwerbsgrundlage.

Heute steht die Tradition vor neuen Herausforderungen. Maschinenprodukte sind günstiger und dominieren den Markt. Nur 35 Prozent des Barong-Marktes entfallen auf handgestickte Kleidung wie Burdang Taal.

Trotz der aufwendigen Arbeit kämpfen viele Stickerinnen darum, von ihrem Handwerk leben zu können. Sie verdienen etwa 120 Peso pro fertigem Stück. Diese Einnahmen reichen nicht aus, um eine Familie zu ernähren.

Mary Jane Marcellana, Dorina Baja und Lorenza Piol sind drei Frauen, die sich für den Erhalt der Tradition einsetzen. Sie haben das Handwerk über Generationen hinweg weitergegeben und wollen es auch an die nächste Generation weitergeben.

Mary Jane Marcellana, 56 Jahre alt, hat 35 Jahre Erfahrung im Sticken. Sie erinnert sich, dass früher Maschinen existierten, aber die Menschen handgestickte Kleidung bevorzugten. Heute wählen die Kunden jedoch oft die günstigeren maschinell hergestellten Produkte.

Dorina Baja betont, dass Burdang Taal nicht nur ein Handwerk ist, sondern auch der kulturelle Stolz von Batangas. Sie fordert mehr Unterstützung für die Tradition.

Die lokale Regierung hat Programme zur Unterstützung der Stickerinnen gestartet. Sie stellen Piña-Stoffe und Nähsets zur Verfügung. Doch die Frauen fordern mehr Hilfe.

In Taal wurde ein Museum zu Ehren von Ka Naty Sison Noche eröffnet. Sie war eine Pionierin der Stickerei in der Stadt. Das Museum dient als Lernort für Besucher.

Lokale Regierungen, Kulturbehörden, Schulen und Gemeinschaftsorganisationen haben ebenfalls zur Förderung von Burdang Taal beigetragen. Sie organisieren Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen und Tourismusprogramme, die traditionelle Batangueño-Kunsthandwerke zeigen.

Doch Bewusstsein allein reicht nicht aus, um die Zukunft der Tradition zu sichern. Auch die Bereitschaft der neuen Generation, das Handwerk zu erlernen und auszuüben, ist entscheidend.

Lorenza Piol, 68 Jahre alt, hat seit ihrem siebten Lebensjahr calado praktiziert. Sie zeigt die Techniken, die ihre Mutter ihr beigebracht hat, und betont die persönliche Verantwortung, das Handwerk weiterzugeben.

Quellen