Wirtschaft

Flüchtlinge und Schutzsuchende können nun GCash-Dienste nutzen

Flüchtlinge und andere Schutzsuchende können nun auf lokale Finanzdienste über GCash zugreifen. Das DOJ unterzeichnete kürzlich eine Vereinbarung mit GCash. Diese Vereinbarung ermöglicht es Schutzsuchenden, auf lokale Finanzdienste über einen sicheren und regelkonformen Rahmen zuzugreifen.

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Symbolbild: Envato

Schutzsuchende sind ein Sammelbegriff für Flüchtlinge, Asylsuchende, staatenlose Personen und andere Vertriebene. Diese Gruppen haben oft Schwierigkeiten, offizielle Ausweisdokumente in ihrem Gastland zu erhalten. Justizminister Fredderick Vida nannte die Initiative. Vorgeprüfte Personen können eine spezifische staatlich ausgestellte Berechtigung nutzen, um sich bei lokalen E-Wallets zu registrieren. Dies schafft einen regulierten Weg in die digitale Wirtschaft. Der Weg soll sowohl nationalen Finanzgesetzen als auch internationalen humanitären Verpflichtungen entsprechen.

Die Initiative des DOJ soll der Executive Order No. 163 und der Flüchtlingskonvention von 1951 sowie deren Zusatzprotokoll von 1967 entsprechen. Die Philippinen sind Unterzeichner dieser Verträge. Sie sollen qualifizierten Schutzsuchenden sicheren und nicht diskriminierenden Zugang zu Finanzdiensten gewähren. Zudem soll der Rahmen strenge regulatorische Sicherheitsmaßnahmen sicherstellen. Diese Maßnahmen sollen die Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gewährleisten.

Das DOJ will auch sicherstellen, dass das Memorandum Nr. M-2025-021 der Bangko Sentral ng Pilipinas eingehalten wird. Dieses Memorandum verpflichtet Finanzinstitute, Diskriminierung gegen gefährdete Gruppen zu verhindern. Dies soll ohne Kompromisse bei den sicheren Überprüfungsprotokollen geschehen. Vida nannte die Vorteile der Initiative. Qualifizierte Schutzsuchende können nun ihre DOJ-Berechtigungen nutzen. Sie können damit sicher ein GCash-Konto eröffnen und auf wesentliche Finanzdienste zugreifen. Dazu gehören das Senden von Geld, das Bezahlen von Rechnungen und digitale Händlertransaktionen.

Das DOJ nannte die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden in dem Land. Die Philippinen beherbergen derzeit 1.000 Flüchtlinge und bearbeiten die Asylanträge von 1.000 weiteren. Chief State Counsel Dennis Chan nannte die Herkunft der meisten Flüchtlinge und Asylsuchenden. Sie kommen aus afrikanischen und nahöstlichen Ländern. Das Land hat eine lange Tradition der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Diese Tradition reicht bis zu den Russen zurück, die vor der bolschewistischen Machtübernahme in ihrem Land 1917 flohen. Auch jüdische Flüchtlinge vor dem Zweiten Weltkrieg und Vietnamesen nach dem Fall von Saigon 1975 fanden hier Zuflucht.

Früh im Jahr 2025 bot Manila auch eine vorübergehende Unterkunft für einige Tage. Diese Unterkunft diente 200 Afghanen. Ihre Anträge auf besondere Einwanderungsvisa wurden von der US-Botschaft bearbeitet. Die Afghanen hatten für die US-Regierung gearbeitet, wurden aber zurückgelassen. Dies geschah, als die Taliban 2021 erneut die Kontrolle über Kabul übernahmen. Das Land beherbergte auch Rohingya-Flüchtlinge. Diese flohen vor der Verfolgung durch die Militärregierung in Myanmar.

Quellen