Flowerhorn-Fische bedrohen Biodiversität in Laguna und stellen Gesundheitsrisiken dar
In San Pablo City, Laguna, bereiten aus dem Aquarium entkommene Flowerhorn-Fische den Einwohnern zunehmend Sorgen. Die Zierfische nehmen eine große Rolle im natürlichen Ökosystem und in der lokalen Aquakultur des nahegelegenen Lake Sampaloc ein.
Forscher der Ateneo de Manila University Department of Biology und des Ateneo Aquatic and Fisheries Resources Laboratory haben die weite Verbreitung der Flowerhorn-Fische im Vulkansee dokumentiert. Sie warnen vor einer zunehmenden Bedrohung der einheimischen Artenvielfalt und möglichen Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung.
Die Flowerhorn-Fische wurden ursprünglich durch den Aquarienhandel eingeführt. Während eines schweren Taifuns gelangten sie in den See. Bereits 2016 hatten Fischbestandsaufnahmen ihre Ansiedlung festgestellt. Die Forscherinnen Hannah Nicole C. Gasmen und Dr. Janice A. Ragaza stellten fest, dass die Fische nicht nur entkommene Zierfische sind, sondern auch in die lokale Aquakultur integriert wurden.
Die aggressiven Flowerhorn-Fische dominieren Brut- und Futterplätze. Dadurch ist der einheimische Ayungin, ein früher häufiger Fisch, nun selten geworden und gilt als gefährdet. Die Flowerhorn-Fische passen sich gut an verschiedene Umweltbedingungen an und können in verschmutzten Gewässern überleben.
Die Forscherinnen warnen vor weiteren Bedrohungen wie Verschmutzung, Lebensraumzerstörung und abnehmenden Beständen einheimischer Fische. Zudem können die Flowerhorn-Fische Parasiten tragen, die beim Menschen schwere Krankheiten verursachen können.
Um die Flowerhorn-Populationen zu managen, schlagen die Forscherinnen ein Kreislaufwirtschaftsmodell vor. Dabei sollen die invasiven Fische geerntet und zu Fischfutter verarbeitet werden. Zudem könnte das Aquatic Species Invasiveness Screening Kit helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zu ergreifen.
Der Lake Sampaloc zeigt, dass invasive Arten nicht nur ökologische, sondern auch soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen haben. Die Zukunft des Sees hängt von Lösungen ab, die das ökologische Gleichgewicht wiederherstellen und gleichzeitig die Lebensgrundlagen der Menschen sichern.
Die Forscherinnen betonen, dass der Schutz und die Erhaltung der aquatischen Ökosysteme eine Zusammenarbeit von Gemeinden, Forschungseinrichtungen und Politikern erfordert.