Wirtschaft

Experten fordern robuste Energieprojekte für die Philippinen

Experten haben auf der PhilEnergy Expo 2026 in Manila gefordert, dass Energieprojekte in den Philippinen von Anfang an auf Störungen vorbereitet sein müssen. Das Land steht vor vielfältigen Risiken, darunter Naturkatastrophen, Versorgungsengpässe bei Brennstoffen und steigender Energiebedarf.

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Symbolbild: Envato

Patricia Tirados, Direktorin für Business Development-Energie bei der Ingenieur- und Beratungsfirma GHD, betonte, dass die jüngsten Störungen gezeigt hätten, dass Widerstandsfähigkeit bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden müsse. Atty. Christer Gaudiano, Leiter für Nachhaltigkeit, Kommunikation und Außenbeziehungen bei der Meralco PowerGen Corporation (MGEN), nannte große erneuerbare Energieprojekte mit Speichermöglichkeiten als Schlüssel für ein zuverlässigeres und nachhaltigeres Stromsystem.

Das Forum fand am dritten Tag der Expo im World Trade Center Metro Manila statt und trug das Thema „Accelerating Green Resilience: Powering the Next Decade of Philippine Energy Security“. Tirados nannte das Erdbeben vom 8. Juni in Süd-Mindanao als Beispiel, wie Naturkatastrophen Schwächen in der Energieinfrastruktur aufdecken können. Das Erdbeben hatte in General Santos City und Umgebung 800.000 Haushalte ohne Strom gelassen und 537 Megawatt aus dem System genommen.

Tirados betonte, dass die jüngsten Schocks bestehende Schwächen in der Energieinfrastruktur aufgedeckt hätten. Dazu gehören Risiken bei der Brennstoffversorgung, Belastungen im Stromnetz und die Auswirkungen von Klimaveränderungen und Katastrophen. Sie forderte eine Energieinfrastruktur, die auch während Störungen funktioniert, nicht nur danach repariert werden kann.

Tirados schlug einen „6D-Resilienzrahmen“ für die Energieinfrastruktur vor, der Design, Diversifizierung, Verteilung, Digitalisierung, Risikominderung und Einsatz umfasst. Sie hob hervor, dass die Widerstandsfähigkeit bereits in der Planungsphase beginnen müsse. Diversifizierung könne die Abhängigkeit von einzelnen Brennstoffquellen, Lieferwegen, Vermögenswerten oder Eigentumsstrukturen verringern.

Tirados nannte die geographische Lage der Philippinen als Vorteil für verteilte Energiesysteme. Digitalisierung könne Echtzeitüberwachung, automatisches Umschalten und Nachfrageantworten unterstützen. Sie warnte jedoch, dass intelligente Netzsysteme auch vor Cyberrisiken geschützt werden müssten.

Gaudiano betonte, dass Nachhaltigkeit im Energiesektor nicht nur Umweltprogramme umfassen solle, sondern auch die Entwicklung von Energiesystemen, auf die zukünftige Generationen zählen können. Er nannte das MTerra Solar-Projekt als Beispiel, wie große Solaranlagen mit Batteriespeicherung und Systemkoordination die Nutzung von Solarenergie über die Tagesgeneration hinaus verbessern können.

Das MTerra Solar-Projekt soll 3.500 Megawattpeak an Solarenergie und 4.500 Megawattstunden an Batteriespeicherung haben. Es soll 2,4 Millionen Haushalten erneuerbare Energie liefern und jährlich rund 4,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden. Zudem soll es 850 Megawatt an mittelfristiger Stromversorgung für Meralco bereitstellen.

Quellen