Experte: Gewalt an Schulen zeigt systemische Probleme
Ein Experte der Philippine Normal University hat die zunehmende Gewalt an Schulen als Symptom eines systemischen Problems bezeichnet.
Jose Mario D. De Vega, Dozent für Allgemeinbildung und erfahrungsbasiertes Lernen am College of Teacher Development, äußerte sich besorgt über die jüngsten Berichte von Gewalt, Mobbing, Tötungen, Obszönität und Verderbtheit an Schulen.
Er betonte, dass Schulen, die eigentlich zu den sichersten Orten im Leben gehören sollten, nun eine beängstigende Wahrheit offenbaren: Es gibt keinen sicheren, friedlichen oder ruhigen Raum mehr in der Gesellschaft.
De Vega führte aus, dass die Ursachen der Gewalt nicht nur bei Videospielen, fehlenden Mitteln für die Schul-Sicherheit oder versagtem Elternhaus zu suchen seien.
Er erklärte, dass die Probleme viel tiefer liegen und das gesamte System betreffen. Die Gewalt sei ein Symptom einer Nation in Not.
De Vega verwies auf die Aussagen des Bukluran ng Manggagawang Pilipino (BMP), einer Arbeiterorganisation, die die Wurzeln der Jugendkriminalität in weitverbreiteter und systemischer Armut sieht.
Diese Armut entstehe durch den Mangel an anständigen Arbeitsplätzen, niedrigen Löhnen der Eltern, hohen Preisen für Güter und fehlender Bildung sowie anderer sozialer Dienstleistungen.
Er betonte, dass Kinder, die in Gefahr geraten, Opfer eines ausbeuterischen Systems und einer Regierung sind, die ihre Rechte und ihre Zukunft verraten und aufgegeben habe.
De Vega forderte umfassende Entwicklungsprogramme für alle Kinder, unabhängig von Geschlecht, Rasse oder sozialem Status. Bildung und Unterstützung müssten ausreichend finanziert werden.
Er kritisierte die Politik, soziale Dienstleistungen an den privaten Sektor zu übergeben, und forderte anständige Arbeitsplätze, höhere Löhne und Subventionen für diejenigen am Rande der Gesellschaft.
De Vega bezeichnete den Ruf nach einer Senkung des Mindestalters der Strafmündigkeit als Ablenkung von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft.
Er betonte, dass Millionen von Familien leiden, während eine Handvoll elitärer Familien in Luxus und Überfluss leben, der aus Korruption, Ausbeutung und Täuschung geboren wurde.
Er forderte, die wahren Kriminellen zu inhaftieren und den Opfern des abscheulichen und abnormalen Systems zu helfen.
De Vega kritisierte auch die lokale Verwaltung, Politiker und Institutionen, die er als schwach und hohl beschrieb.
Er forderte die Menschen auf, sich zu erheben und gemeinsam zu helfen, um das System zu verändern.
Er appellierte an die Bürger, sich für das Wohl des Landes einzusetzen und das System zu transformieren, um sich selbst zu verändern.