Experte: Gewalt an Schulen auf den Philippinen nimmt zu
Die Zahl der Gewaltvorfälle an Schulen auf den Philippinen hat in den letzten Monaten zugenommen. Eltern, Schulen und die Regierung sind alarmiert.
In Tacloban schossen zwei Minderjährige, 15 und 14 Jahre alt, wahllos auf ihre Mitschüler. Drei Schüler starben, 20 wurden verletzt. Das Ereignis traumatisierte nicht nur die Schüler, sondern auch Lehrer und Eltern.
In Bacolod City, Floridablanca in Pampanga, Cavite und Zamboanga City kam es zu Messerattacken. Schüler sollen ihre Mitschüler angegriffen haben.
In Batangas City und Escalante City in Negros Occidental wurden Klassen wegen Drohungen mit Gewalt abgesagt.
Dr. Erlinda Susana Cuisia-Cruz, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, nannte mehrere Faktoren für die zunehmende Gewalt. Jugendliche seien oft gestresst, isoliert und unsicher.
Die Philippine Pediatric Society und die Philippine Society of Adolescent Medicine Specialists nannten mehrere Ursachen. Dazu gehören Mobbing, familiäre Probleme und psychische Belastungen.
Die 2024 Philippines Global School-based Student Health Survey zeigte, dass 30,2 Prozent der Schüler Mobbing erlebten. 22,2 Prozent wurden im Internet gemobbt.
Cuisia-Cruz nannte auch den Zugang zu Schusswaffen als Risikofaktor. Die Jugendlichen seien oft unzureichend unterstützt und in einigen Fällen gefährlich bewaffnet.
Die Fachärztin betonte, dass Gewaltvorfälle oft das Ergebnis unerkannter Risiken seien. Eltern und Schulen sollten auf Warnzeichen achten.
Cuisia-Cruz nannte drei systemische Lücken. Dazu gehören der unzureichende Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung und die Notwendigkeit umfassender Gesundheitsversorgung in Schulen.