Gesellschaft

Espinoza erinnert an Menschenrechtsanwalt und Richter Meinrado Paredes

Der Journalist und Schriftsteller Jose Espinoza erinnerte an den verstorbenen Menschenrechtsanwalt und Richter Meinrado Paredes. Er beschrieb Paredes als einen Gentleman und engagierten Anwalt.

Ruins in Talisay, the Philippines with the switched-on lights captured during the evening
Symbolbild: Envato

Espinoza und Paredes lernten sich 1980 kennen. Damals arbeitete Espinoza als Korrektor bei der Zeitung The Freeman in Cebu City. Er brachte regelmäßig Veröffentlichungen für die Zeitung zu Paredes, um sie beglaubigen zu lassen. Paredes war damals noch als Anwalt tätig.

Paredes war einer der bekanntesten Menschenrechtsanwälte in Cebu. Er vertrat während der Marcos-Diktatur Menschen, die der Rebellion beschuldigt wurden. Paredes war Mitglied der Free Legal Assistance Group (Flag), einer Organisation, die von dem verstorbenen Senator Jose W. Diokno gegründet wurde.

Espinoza berichtete, dass Paredes bei fast jeder Demonstration gegen die Diktatur anwesend war. Er setzte sich stets für die Rechtsstaatlichkeit und den Schutz der Bürgerrechte ein. Paredes war bekannt für seine ruhige und bescheidene Art. Er wurde von vielen Journalisten geschätzt, die seine Fälle berichteten.

Nach der Edsa People Power Revolution im Februar 1986 wurde Paredes zum Vorsitzenden Richter am Regional Trial Court (RTC) in Cebu City ernannt. Espinoza beschrieb Paredes als einen Richter, der stets Respekt und Fairness zeigte. Er war bekannt für seine Geduld und Höflichkeit im Gerichtssaal.

Espinoza betonte, dass Paredes auch nach seiner Pensionierung im Alter von 70 Jahren weiterhin aktiv blieb. Er blieb Mitglied der Flag und setzte sich weiterhin für Menschenrechte ein. Espinoza zitierte Paredes mit den Worten: „Bis zu unserem Tod bleiben wir Aktivisten.“

Espinoza beschrieb Paredes als einen Mann, der sein ganzes Leben lang für Gerechtigkeit und Menschenrechte gekämpft hat. Er erinnerte an Paredes als einen Freund und Mentor, der ihn in seiner journalistischen und juristischen Karriere beeinflusst hat.

Quellen