Politik

Escudero uebernimmt Vorsitz im Amtsenthebungsverfahren gegen Duterte

Senator Francis Escudero, bekannt als Chiz, hat am Sonntag erklärt, dass er nie den Vorsitz im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte gesucht habe. Dennoch werde er die Verantwortung nicht ablehnen, die ihm vom Amtsenthebungsgericht des Senats übertragen wurde.

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Symbolbild: Envato

Escudero betonte, dass er sich durch die Rolle nicht unter Druck gesetzt fühle. Er sehe es als Pflicht eines jeden Senators, den Vorsitz im Amtsenthebungsgericht zu übernehmen. Am ersten Verhandlungstag am 6. Juli wurde Escudero auf Vorschlag von Senator Panfilo Lacson zum Vorsitzenden gewählt. Bereits 2025 hatte er als damaliger Senatspräsident den Vorsitz im Amtsenthebungsgericht inne.

Zwölf Senatoren-Richter stimmten für Escudero, während acht dagegen waren. Escudero begrüßte mögliche rechtliche Herausforderungen seiner Ernennung. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs würde die Frage klären und zukünftige Amtsenthebungsverfahren leiten.

Senator Alan Peter Cayetano und die Minderheitsfraktion hatten sich gegen Escuderos Nominierung ausgesprochen. Sie bezweifelten die Rechtmäßigkeit, dass jemand anderes als der amtierende Senatspräsident den Vorsitz im Amtsenthebungsgericht übernehmen kann. Senatspräsident Sherwin Gatchalian hingegen bestätigte, dass Escuderos Wahl durch eine Senatsresolution vom 3. Juni und eine Bestätigung am 17. Juni ohne Einwände autorisiert wurde.

Escudero nannte die Aufrechterhaltung der Ordnung während des Verfahrens eine seiner größten Aufgaben. Er erwarte, dass die Spannungen zwischen Anklage und Verteidigung zunehmen. Escudero erinnerte an eine frühere Amtsenthebung, die durch einen Auszug gestört wurde. Er und die anderen Senatoren-Richter wollen ähnliche Vorfälle verhindern.

Escudero hofft, dass das Verfahren vor November oder Dezember abgeschlossen sein wird. Der Zeitplan hänge jedoch von der Menge der von beiden Seiten vorgelegten Beweise ab. Er räumte ein, dass die Verhandlungen zunächst langsam vorangingen, da sich alle Beteiligten mit dem Prozess vertraut machen müssen. Er erwartet jedoch, dass das Tempo in den kommenden Wochen zunehmen wird.

Quellen