Ernährungsunsicherheit in Davao untergräbt Fortschritte gegen Mangelernährung
In Davao City warnen Gesundheitsbehörden, dass anhaltende Ernährungsunsicherheit die Bemühungen zur Reduzierung von Mangelernährung untergräbt. Dies geschieht, während die Kampagne National Nutrition Month 2026 klimaresistente Landwirtschaft und Hausgärten fördert.
Die monatliche Kampagne trägt den Titel „SA PPAN: Sama-sama sa Nutrisyong Sapat Para sa Lahat“ mit dem Unterthema „Nutrisyon at Kalikasan, Ating Pangalagaan“. Sie betont den Schutz der ersten 1.000 Lebenstage von Kindern und die Förderung des Stillens nach der Verordnung Nr. 51, dem sogenannten Milk Code.
Alona Teo, eine National Nutrition Officer III, nannte Umweltzerstörung, unsustainable Praktiken, Armut und begrenzten Marktzugang als Hauptursachen für Ernährungsunsicherheit in der Region. Besonders betroffen sind abgelegene Gemeinden wie Sarangani und Jose Abad Santos.
Auch in städtischen und vorstädtischen Gebieten von Davao City gibt es erhebliche Probleme mit dem Zugang zu Lebensmitteln. Besonders in informellen Siedlungen fehlt es an sauberem Trinkwasser und Platz für die Haushaltsproduktion von Lebensmitteln.
Regionale Daten zeigen, dass in einigen Gemeinschaften sowohl Wachstumsverzögerungen bei jungen Kindern als auch steigende Raten von Übergewicht und Fettleibigkeit auftreten. Teo nannte niedriges Geburtsgewicht gefolgt von frühzeitiger Abhängigkeit von Babynahrung und verarbeiteten Lebensmitteln als Ursachen für spätere Fettleibigkeit.
Die Strategie zur Reduzierung von Wachstumsverzögerungen in der Davao-Region konzentriert sich auf Prävention statt auf Heilung. Das Department of Social Welfare and Development bietet ein Ergänzungsfütterungsprogramm für etwa 91.500 Kinder im Alter von drei bis vier Jahren an. Das Programm umfasst 180 Fütterungstage im Jahr 2026.
Behörden betrachten das Programm als lebenswichtig, aber unzureichend für langfristige Verbesserungen der Ernährung. Sie fordern ergänzende Maßnahmen zur Stabilisierung der Einkommen und zur Verbesserung des Markt- und Dienstleistungszugangs.
Klimawandel verschärft die Probleme in der Lebensmittelproduktion. Unvorhersehbare Niederschläge, höhere Temperaturen und Bodenverschlechterung führen zu einer erhöhten Abhängigkeit von billigen, nährstoffarmen verarbeiteten Lebensmitteln.
Leo XL Fuentes, Koordinator von MASIPAG Mindanao, erklärte, dass die landwirtschaftliche Wirtschaft der Region exportorientiert ist. Dies führt dazu, dass die Region von Importen wie Reis abhängig ist. Er nannte die Umwandlung von Reisfeldern in Bananenplantagen als Beispiel für die Volatilität der Ernährungssicherheit.
Die Kampagne fördert klimaresistente Landwirtschaftstechniken und Hausgärten. In städtischen Gebieten gibt es jedoch praktische Hindernisse wie unsichere Landbesitzverhältnisse, unzureichende Wasserversorgung und begrenzten Platz.
Städtische und regionale Ernährungsspezialisten empfehlen integrierte Maßnahmen. Dazu gehören die Ausweitung des sozialen Schutzes und der Erwerbsgrundlagen, Investitionen in städtische Landwirtschaftsinfrastruktur und die Unterstützung von Kleinbauern mit klimasmarter Schulung.
Behörden betonen, dass nachhaltiger politischer Wille und Finanzierung notwendig sind, um die Botschaften der Kampagne in dauerhafte Reduzierungen von Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung umzusetzen. Die Kampagnenaktivitäten werden bis Juli in 45 Gemeinden der Davao-Region fortgesetzt.