Ernährung in den Philippinen: Tradition und moderne Herausforderungen
Die Zukunft der Ernährung auf den Philippinen wird nicht von Experten, sondern von Eltern, Schülern, Arbeitgebern und Lebensmittelunternehmen geprägt. Diese Gruppen beeinflussen die Ernährungsgewohnheiten durch ihre täglichen Entscheidungen.
Laut der 2021 erweiterten Nationalen Ernährungsstudie des DoST-FNRI sind etwa vier von zehn Filipinos übergewichtig oder fettleibig. Diese Zahlen steigen weiter an, was die Frage aufwirft, wie die Ernährung der Filipinos in Zukunft aussehen sollte.
Die Antworten auf diese Frage lassen sich nicht in den neuesten Diättrends finden. Stattdessen werden sie aus den Realitäten des philippinischen Lebens entstehen. Dazu gehören die aktuelle Wirtschaft, die Kultur, die Ernährungsumgebung und eine jüngere Generation, die Gesundheit und Wohlbefinden stärker schätzt als frühere Generationen.
Oft wird angenommen, dass Übergewicht auf mangelnde Disziplin oder Willenskraft zurückzuführen ist. Tatsächlich sind die Ernährungsentscheidungen jedoch stark von Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und Zugang beeinflusst. In städtischen Gebieten mit niedrigem Einkommen sind stark verarbeitete und Instant-Mahlzeiten weit verbreitet. Diese sind aggressiver vermarktet, günstiger und in jedem kleinen Laden erhältlich.
Die Zukunft der Ernährung wird von Eltern, Schülern, Arbeitgebern und Lebensmittelunternehmen gestaltet, die mutige Entscheidungen treffen. Dazu gehört auch die Wahl von mehr Gemüse und Obst. In vielen städtischen Gebieten sind lokale Gemüse, Wurzelgemüse und saisonale Früchte jedoch nicht so zugänglich und erschwinglich wie verarbeitete Lebensmittel in Beuteln, Packungen, Dosen und Flaschen.
Die philippinische Küche ist nicht von Natur aus ungesund. Dies zeigt sich in der reichen kulturellen Tradition des Landes. Gesunde Ernährung beginnt mit praktischen, ausgewogenen und in der philippinischen Kultur verwurzelten täglichen Entscheidungen. Das Volkslied „Bahay Kubo“ listet über ein Dutzend Gemüse auf, die in einem bescheidenen philippinischen Garten wachsen, und ist praktisch eine Lektion in Ernährung.
Die philippinische Ernährungskultur war einst von Fülle und Ganzheit geprägt. Dies zeigt sich in den Museen des Landes. Künstler wie Fernando Amorsolo haben ihr Leben damit verbracht, diese Traditionen zu malen: Reisfelder, die von Hand bearbeitet werden, Vieh, das auf freiem Land weidet, und Marktplätze, die von frischem Obst und Gemüse überquellen.
Die Zukunft der philippinischen Ernährung ruft dazu auf, zu den Märkten, den Gärten und den Hausküchen zurückzukehren, in denen die alten Rezepte der Großmütter aufbewahrt werden. Es gibt keinen Grund, nach den neuesten Trends in Ernährung und Ernährungswissenschaft zu suchen. Es reicht aus, realistisch zu bleiben.
Lebensmittelliefer-Apps, Rabattcodes, E-Commerce-Angebote und Influencer-Kultur beeinflussen die Aufmerksamkeit und Gelüste der Menschen. Mit einem einzigen Klick kann ein Verlangen an die Haustür geliefert werden. Gleichzeitig kann dieselbe Technologie jedoch auch dazu beitragen, bessere Entscheidungen zu fördern. Ernährungsberater, Fitnesstrainer und Gesundheitsförderer erreichen Millionen von Filipinos über digitale Plattformen.
Technologie kann die Ernährungsentscheidungen beeinflussen, aber sie kann auch Menschen dazu befähigen, informierte Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen. Früher erforderte die Suche nach Informationen und professionellen Beratungen einen Besuch in der Klinik. Heute gibt es legitime Online-Quellen, die die Beratung zugänglicher machen. Der digitale Raum ist ein umstrittenes Gebiet, aber es wäre hilfreich, wenn evidenzbasierte Ernährung und Mitglieder des Gesundheitssektors ebenfalls konsequent darin präsent wären.
Ein vielversprechender Trend ist, dass junge Filipinos Gesundheit und Wohlbefinden stärker schätzen. Sie schließen sich Laufclubs an, investieren in Ernährungs- und Fitness-Mentoring, verfolgen Gesundheitsindikatoren und setzen Grenzen. Sie praktizieren Selbstfürsorge auf eine Weise, wie es keine andere Generation zuvor getan hat.
Die Motivation der jungen Generation geht über das bloße Aussehen hinaus. Sie wollen Körper, die es ihnen ermöglichen, zu reisen, Hobbys nachzugehen und voll am Leben teilzunehmen. Sie verstehen, dass gute Ernährung nicht nur darum geht, Krankheiten zu vermeiden oder Gewicht zu verlieren, sondern darum, Fähigkeiten aufzubauen. Diese Fähigkeiten ermöglichen es ihnen, die Dinge zu tun, die sie lieben, und für die Menschen da zu sein, die sie lieben.