Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf 1.400
Die Zahl der Todesopfer nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela ist auf 1.400 gestiegen. Rettungskräfte kämpfen gegen die Zeit, um weitere Menschen zu retten. Laut Hilfsorganisationen sind die ersten 48 bis 72 Stunden nach einem Erdbeben entscheidend, um Überlebende unter den Trümmern oder in eingestürzten Gebäuden zu finden.
Die Erdbeben mit den Stärken 7,2 und 7,5 auf der Richterskala ereigneten sich vor mehr als 72 Stunden. Am vergangenen Wochenende retteten zivile Freiwillige und ausländische Rettungskräfte 33 Personen. Die Zahl der Verletzten liegt bei 3.238.
Unter den Todesopfern befinden sich auch ausländische Staatsbürger. Darunter sind 28 Portugiesen, neun Spanier, sieben Chinesen, zwei Brasilianer, ein Chilene, eine italienisch-venezolanische Person und ein Uruguayer.
Die venezolanische Regierung geht davon aus, dass die Zahl der Vermissten und Eingeschlossenen gesunken ist. Eine Oppositionswebsite berichtet jedoch, dass noch immer 50.000 Menschen vermisst werden.
Das United States Geological Survey warnt, dass die Zahl der Todesopfer auf über 10.000 steigen könnte. Dies würde die beiden Erdbeben zu den tödlichsten in Lateinamerika im vergangenen Jahrhundert machen.
Laut der UN-Migrationsbehörde sind mehr als 6,76 Millionen Menschen von den Erdbeben betroffen. Sie benötigen Unterkünfte, sauberes Wasser, Nahrung, Kommunikation und weitere Hilfsgüter.