Gesellschaft

Erdbeben in Soccsksargen: Schulen schwer beschädigt

Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,8 hat am 8. Juni die Region Soccsksargen erschüttert. Mehr als 137.000 Schülerinnen und Schüler in Mindanao sind betroffen. Über 1.600 Schulen in der Region meldeten Schäden.

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Symbolbild: Envato

Die Kinder von Mary Jane Origenes, 29, waren am 8. Juni aufgeregt, wieder zur Schule zu gehen. Sie begleitete ihren Sohn und ihre Tochter, Schüler der dritten und fünften Klasse, an ihrem ersten Schultag am Glan Central Integrated SPED Center in Barangay Poblacion, Glan, Sarangani.

Um 7:37 Uhr wurde die Region von einem Erdbeben der Stärke 7,8 getroffen. Panik und Angst breiteten sich aus. Origenes und ihre Kinder fielen zu Boden. Sie umarmte sie und betete für ihre Sicherheit. Als das Beben endete, versuchte sie aufzustehen. Ihre Tochter eilte die Treppe hinunter, doch ein weiteres Beben begann.

Origenes berichtete, dass sie ihre Tochter fast verloren hätte. Sie konnte sie festhalten und sie erreichten ihr Haus. Ein Monat nach dem Beben lebt die Familie noch in einem Zeltlager. Viele Gebäude des Glan Central Integrated SPED Center stehen noch, aber einige Klassenzimmer sind nicht mehr sicher.

Die Kinder von Origenes gehören zu den über 137.000 Schülerinnen und Schülern in Mindanao, deren Bildung durch das Erdbeben unterbrochen wurde. Über 1.600 Schulen in Soccsksargen meldeten Schäden. Fast 36 Prozent der beschädigten Klassenzimmer in Soccsksargen befinden sich in Sarangani.

In der Region müssen über 1.400 Klassenzimmer abgerissen und neu aufgebaut werden. Lehrer und Schulen müssen sich nun mit möglichen Lernlücken und der Infrastrukturwiederherstellung auseinandersetzen.

In der abgelegenen Gemeinde Purok Buli in Barangay Pangyan, Glan, haben einige Kinder keine Schule mehr. Die Klassenzimmer der Adelina Tuardon Recto Elementary School sind stark beschädigt. Die Gebäude wurden als unsicher eingestuft.

Die Schule dient etwa 100 Schülerinnen und Schülern aus den Blaan- und Manobo-Gemeinschaften. Sie wartet auf den Aufbau von temporären Klassenzimmern. Der genaue Standort ist noch unklar.

Die Schulleiterin Gerlita Wata sagte, sie würde temporäre Klassenzimmer auf demselben Gelände akzeptieren, wenn es bedeutet, einen Lernraum für die Gemeinschaft wiederherzustellen. Sie bat das Department of Education um einen temporären, vorfabrizierten Klassenraum.

Behörden bewerten noch die Schäden an Schulen in der Region. Strukturingenieure aus dem zentralen Büro des Department of Education und lokalen Regierungen finalisieren die Berichte. Internationale Partner wie die Vereinten Nationen helfen bei der Bewertung.

Quellen