Erdbeben in Sarangani: Fischereiwirtschaft leidet unter veränderten Küstenlinien
In den Küstenorten von Glan, Sarangani, hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 am 8. Juni 2026 die Lebensgrundlagen der Fischer stark beeinträchtigt. Die Fischerfamilien, die seit Generationen vom Meer leben, stehen vor großen Herausforderungen. Das Meer, das bisher Nahrung, Einkommen und Identität bot, hat sich durch das Erdbeben verändert. Die Fischbestände sind zurückgegangen, und die Fischer müssen weiter hinausfahren, um Fische zu fangen. Dies ist jedoch oft nicht möglich, da die Treibstoffkosten gestiegen sind und die See rauer geworden ist.
Für Fischer wie Jead Pandit aus Purok Islam in Barangay Cablalan ist jeder Ausflug aufs Meer ein Risiko. Die Fische, die früher nahe der Küste schwammen, sind verschwunden. Viele Fischer können es sich nicht leisten, weiter hinauszufahren. Für Kleinstfischer, deren tägliches Einkommen von der Menge der gefangenen Fische abhängt, bedeutet jeder erfolglose Ausflug einen Tag ohne Einkommen. Die Fischerei ist in den Philippinen nicht nur ein Beruf, sondern ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft und der Ernährungssicherheit.
Der Fischereisektor trägt 1,3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei und bietet rund 1,6 Millionen Menschen Arbeit. Zudem versorgt er mehr als 50 Prozent des Proteinbedarfs der Haushalte. Störungen in diesem Sektor betreffen daher weit mehr als nur die Küstenbewohner. Wenn die Fische verschwinden, verschwindet auch das Einkommen. Die Schäden unter Wasser sind schwer zu messen. Viele Fischer berichteten von trüben Gewässern, toten Fischen und veränderten Fischgründen nach dem Erdbeben.
Pandit bemerkte, dass sich das Meer nach dem Beben verändert hat. Die Gezeiten haben sich verändert, und die Küstenlinie hat sich verschoben. Die Behörden bestätigten diese Beobachtungen. Das Provincial Environment and Natural Resources Office (PENRO) von Sarangani führte Untersuchungen durch, nachdem Bewohner ungewöhnlich niedrige Wasserstände bemerkten. Das Community Environment and Natural Resources Office (CENRO) von Glan und das Sarangani Bay Protected Seascape Protected Area Management Office (SBPS-PAMO) fanden lange Strecken von freigelegten Küstenlinien in den Barangays Burias und Pangyan.
Eine Luftaufnahme und Felduntersuchungen durch DOST-PHIVOLCS und das DENR Mines and Geosciences Bureau Region XII (MGB XII) bestätigten, dass die Meeresböden um etwa zwei Meter angehoben wurden. Dies verlängerte die Küstenlinie um fast 200 Meter. Die plötzliche Küstenhebung führte dazu, dass ausgedehnte Korallenriffe und Seetangwiesen freigelegt wurden, was zum Tod vieler Meeresorganismen führte. Für Tonia Kingking aus Burias ist das größte Problem, ohne Fang nach Hause zu kommen. Seit dem Erdbeben ist das Fischen in den Gebieten, in denen sie früher arbeiteten, fast unmöglich geworden.
Ihre Boote wurden beschädigt, und sie konnten seitdem nicht mehr fischen. Die Fischer in Glan stehen vor großen Herausforderungen, da sich ihre Lebensgrundlagen durch das Erdbeben verändert haben. Die Behörden arbeiten daran, die Auswirkungen des Erdbebens zu bewerten und Maßnahmen zu ergreifen, um die Fischer zu unterstützen. Die Fischer hoffen, dass sie bald wieder in der Lage sein werden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.