Wirtschaft

ERC: Keine gesetzliche 12-Prozent-Obergrenze für Stromverteilungsunternehmen

Die Energy Regulatory Commission (ERC) stellte klar, dass es keine gesetzliche 12-Prozent-Obergrenze für die zulässige Rendite von Stromverteilungsunternehmen gibt.

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Symbolbild: Envato

Die ERC reagierte damit auf Berichte über eine angebliche Beschwerde beim Office of the Ombudsman gegen die Manila Electric Company (Meralco).

Die ERC betonte, dass weder das Electric Power Industry Reform Act (EPIRA) noch das Public Service Act eine spezifische 12-Prozent-Obergrenze vorschreiben.

EPIRA verlangt lediglich, dass Strompreise „gerecht und vernünftig“ sind. Die Kommission darf dabei international anerkannte Methoden zur Festlegung der Preise anwenden.

Die 12-Prozent-Zahl stammt aus dem alten Return on Rate Base-Regime. Sie wurde in einem Meralco-Fall aus dem Jahr 1993 festgelegt, bevor EPIRA in Kraft trat.

Die ERC wechselte 2003 für den Übertragungsbereich und 2004 für private Verteilungsunternehmen von Return on Rate Base zu Performance-Based Regulation.

Unter Performance-Based Regulation werden die Preise nicht einfach durch einen festen Prozentsatz geregelt. Stattdessen berücksichtigt das System Erträge, Kosten, Effizienz, Investitionen und Dienstleistungsverpflichtungen über einen Regulierungszeitraum.

Die relevante Maßnahme im aktuellen System ist der Weighted Average Cost of Capital (WACC). Er ersetzt die alte 12-Prozent-Zahl.

Der WACC ist der geschätzte Kostenaufwand für die Finanzierung der Betriebs- und Investitionsaktivitäten eines Unternehmens. Regulierungsbehörden nutzen ihn, um festzulegen, wie viel Ertrag ein Unternehmen über Strompreise zurückerhalten darf.

Der WACC, der während einer Preisanpassung genehmigt wird, ist nur ein Teil der jährlichen Ertragsanforderung und des maximalen Jahrespreises eines Unternehmens. Der tatsächliche erzielte Ertrag eines Unternehmens kann je nach Nachfrage, Effizienz und Kosten variieren.

Die ERC verwies auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs im Fall National Association of Electricity Consumers for Reforms, Inc. (NASECORE) gegen Meralco. Das Gericht entschied, dass die Fragen zur Rendite vor EPIRA durch den Wechsel zu Performance-Based Regulation gegenstandslos und akademisch geworden sind.

Das Oberste Gericht bestätigte zudem die Genehmigung eines 15,50-Prozent-WACC für Meralco durch die ERC. Dieser Wert liegt über der 12-Prozent-Zahl, die nun als verpflichtende Obergrenze behauptet wird.

Die ERC betonte, dass die Festlegung der Preise eine technische Angelegenheit ist, die in die Zuständigkeit der Kommission fällt. Ihre Veröffentlichungen zur Performance-Based Regulation wurden in einem öffentlichen Prozess überprüft und genießen eine Vermutung der Gültigkeit.

Die ERC hat Maßnahmen ergriffen, um die Bedenken hinsichtlich der zehnjährigen Lücke bei formalen Preisanpassungen im Verteilungssektor zu adressieren.

2025 erließ die Kommission Resolution Nr. 23. Sie verlangt von den Verteilungsunternehmen, die tatsächlichen Preise für verpasste Anpassungsjahre zu bestätigen und anzupassen. Übergezahlte Beträge sollen an die Verbraucher zurückerstattet werden.

Die ERC erließ auch Resolution Nr. 24. Sie legt klarere und zeitgebundene Verfahren für zukünftige Preisanpassungen fest.

Diese Maßnahmen adressieren die regulatorische Lücke, ohne eine 12-Prozent-Obergrenze zu benötigen, die laut ERC nicht im Gesetz existiert.

Die ERC erklärte, dass das Office of the Ombudsman nicht der richtige Ort ist, um die Gültigkeit der Preisfestlegungsmethodik und der endgültigen Entscheidungen der Kommission erneut zu überprüfen.

Parteien, die mit einer Preisfestlegung der ERC nicht einverstanden sind, haben spezifische rechtliche Mittel. Dazu gehören ein Antrag auf Überprüfung beim Berufungsgericht oder ein Antrag auf Überprüfung beim Obersten Gerichtshof.

ERC-Vorsitzender und CEO Atty. Francis Saturnino C. Juan betonte, dass die Kommission die Bedenken der Öffentlichkeit ernst nimmt. Er sagte, dass die Öffentlichkeit ein genaues Bild des Gesetzes verdient.

Juan erklärte, dass es keine 12-Prozent-Obergrenze gibt, die die Kommission ignoriert hat. Stattdessen gibt es eine Preisfestlegungsmethodik, die überprüft, konsultiert und vom Obersten Gerichtshof bestätigt wurde.

Die ERC bleibt der transparenten und verantwortungsvollen Regulierung des philippinischen Stromsektors verpflichtet. Sie will die Interessen der Verbraucher durch die rechtmäßige Ausübung ihrer Preisfestlegungsbefugnis schützen.

Quellen