Educators Forum lehnt verschärfte Maßnahmen gegen Jugendkriminalität ab
Das Educators Forum for Development (EFD) in Mindanao hat am Dienstag Forderungen nach einer verstärkten Polizeipräsenz an Schulen und einer Herabsetzung des strafrechtlichen Mindestalters abgelehnt. Hintergrund ist ein Schusswaffenangriff an einer Schule in Tacloban City, bei dem vor einer Woche drei Schüler getötet und 20 weitere verletzt wurden.
In einer Erklärung forderte das EFD eine umfassende Überprüfung und Reform der institutionellen Versäumnisse bei der Prävention von Jugendkriminalität. Stattdessen solle der psychische Wohlstand der Schüler priorisiert werden. Das Forum verwies auf Daten des Department of Social Welfare and Development (DSWD) und der PNP, wonach Straftaten von Kindern nur zwei Prozent der insgesamt registrierten Delikte ausmachen. Die meisten dieser Delikte seien als nicht schwerwiegend eingestuft.
Sr. Concepcion Gasang, Leiterin des EFD-Mindanao und Mitglied der Missionaries of the Assumption, betonte, dass die Gewalt an Schulen ein Spiegelbild eines breiteren gesellschaftlichen Verfalls sei. Dieser werde durch historische, systemische Armut und Ungerechtigkeit getrieben. Kinder seien einer normalisierten Gewalt ausgesetzt, die ihr Verständnis von Verantwortung und Konsequenz verzerre.
Gasang kritisierte die Militarisierung von Bildungsräumen als Lösung für antisoziales Verhalten von Jugendlichen. Sie warnte, dass polizeiliche Maßnahmen gegen Schüler die Gewalt normalisieren und dem Kinderschutz sowie der restorativen Gerechtigkeit widersprechen würden. Kinder, die Gewalt erleben, benötigten Heilung und Maßnahmen, die zu einer transformativen Genesung beitragen.
Prof. Mae Fe Ancheta-Templa, Mitbegründerin des EFD-Mindanao und ehemalige DSWD-Unterstaatssekretärin, forderte eine umfassende staatliche Intervention zur Prävention von Jugendkriminalität. Statt das Juvenile Justice and Welfare Act zu ändern, um härtere Strafen zu verhängen, solle das EFD-Mindanao die Regierung auffordern, bestehende Gesetze vollständig zu finanzieren.
Das EFD-Mindanao verlangte von der Regierung, ausreichende finanzielle und logistische Unterstützung für Opfer und Fachkräfte bereitzustellen, um die Schulkapazitäten zu stärken. Zudem solle die Regierung Schulberater einstellen und lokale Verwaltungsbehörden befähigen, Gewaltopfer zu betreuen und Präventionsinitiativen zu managen.
Das Forum forderte auch eine Überprüfung des Kinderdiskriminierungstools und eine Investition in positive Disziplin, demokratische Schulbildung und kreative, wissenschaftliche Erziehungsprogramme. Statt Jugendliche zu bestrafen, solle ein umfassender Ansatz entwickelt werden, der erhebliche Mittel für psychische Gesundheitsressourcen umfasst.
Das EFD-Mindanao sprach den Opfern und betroffenen Familien sein Beileid aus.