E-Wallet-Historie könnte Kreditkosten senken
Millionen von Philippinern nutzen E-Wallets, um Strom- und Internetrechnungen zu bezahlen, Lebensmittel zu kaufen, Geld zu senden und Zahlungen zu empfangen. Diese Finanzgeschichte wird jedoch bei Kreditanträgen oft nicht berücksichtigt, da sie nicht in traditionellen Bank- oder Kreditakten auftaucht.
Ein starkes Open-Finance-Rahmenwerk könnte Filipinos mehr Kontrolle über ihre Finanzdaten geben. Es soll mehr Menschen Zugang zu formellen Finanzdienstleistungen ermöglichen und Kreditgebern ein vollständigeres Bild der Kreditnehmer verschaffen. Dies könnte die Kreditkosten senken.
Filipinos hinterlassen eine lange digitale Spur, die zeigt, wie sie verdienen, ausgeben, sparen und zahlen. Diese Informationen sind jedoch oft über verschiedene Finanzunternehmen verstreut, die nicht dieselbe digitale Sprache sprechen. Banken und Kreditgeber können zwar konventionelle Kreditinformationen teilen. Es gibt jedoch kein einfaches und standardisiertes System, um breitere Finanzakten sicher von einem Anbieter zum anderen zu übertragen.
Open Finance ist ein Erlaubnissystem, das Finanzunternehmen ermöglicht, Daten sicher zu teilen, wenn Kunden dies wünschen. Statt Screenshots herunterzuladen oder Auszüge zu drucken, könnte eine Bank oder ein E-Wallet ausgewählte Informationen über eine Anwendungsschnittstelle (API) senden. Die API ist der sichere digitale Verbinder, der zwei Systemen ermöglicht, Informationen in einem standardisierten Format auszutauschen.
Open Finance bedeutet nicht, dass jeder Kreditgeber freien Zugang zu allen Aktivitäten eines Kunden erhält. Kunden sollten entscheiden können, welche Informationen geteilt werden, mit wem und für welchen Zweck. Sie können diese Zustimmung später widerrufen. Open Finance ist ein breiteres Konzept als Open Banking, das sich in der Regel auf Bankkonten konzentriert. Es umfasst E-Geld, Investitionen, Renten, Versicherungen und andere Finanzprodukte.
Open Finance fördert die finanzielle Inklusion, insbesondere für die Unterversorgten. Dies ist besonders wichtig, da immer mehr Transaktionen der Filipinos online erfolgen. Laut Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) machten digitale Zahlungen 57,4 Prozent der Einzelhandelszahlungsvorgänge nach Volumen im Jahr 2024 aus. Diese Aktivitäten werden jedoch nicht immer den Verbrauchern folgen, wenn sie sich an ein anderes Finanzunternehmen wenden.
Open Finance könnte mehr Filipinos eine faire Chance geben, Zugang zu Krediten aus dem formellen Finanzsystem zu erhalten. Traditionelle Kreditprüfungen begünstigen Menschen mit regelmäßigen Gehältern, Bankkonten, Kreditkarten und langen Kreditgeschichten. Dies schließt diejenigen aus, deren Finanzleben hauptsächlich über digitale Plattformen abläuft.
Ein Freelancer erhält möglicherweise nicht jeden Monat dasselbe Einkommen. Regelmäßige Zahlungen, ein stabiler Cashflow und Jahre von pünktlich bezahlten Rechnungen, die in E-Wallets nachweisbar sind, könnten jedoch zeigen, dass sie verantwortungsvoll mit Geld umgehen. Dies könnte ihre Zinssätze für Kredite senken.
Open Finance könnte es einfacher machen, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Statt bei jedem neuen Anbieter von vorne zu beginnen, könnten Verbraucher ihre Finanzgeschichte zu einem anderen Kreditgeber, Versicherer oder Investmentplattform mitbringen. Dies könnte Unternehmen dazu ermutigen, um Kunden zu konkurrieren, die zuvor schwer zu bewerten waren.
Das BSP hat bereits mit der Erprobung des Konzepts begonnen. Unter einem Open-Finance-Pilot für Personal Equity and Retirement Accounts (PERA) können verifizierte Kunden eine Bank oder einen E-Wallet autorisieren, bestehende Informationen an einen PERA-Administrator zu senden. Dies reduziert die Notwendigkeit, dieselben Unterlagen wiederholt einzureichen.
Der Open Finance and Consumer Data Empowerment Act von 2025 soll Verbrauchern mehr Kontrolle über ihre Finanzdaten geben und eine klarere rechtliche Grundlage für das Open-Finance-Rahmenwerk des BSP schaffen. Das Gesetz erklärt, dass Verbraucher das Recht haben, die Nutzung und Weitergabe ihrer Finanzdaten zu kontrollieren.
Unter dem Vorschlag könnten Verbraucher ihre Informationen in einem tragbaren, strukturierten und maschinenlesbaren Format mindestens einmal pro Kalenderquartal kostenlos erhalten. Sie könnten ein Unternehmen, das ihre Unterlagen hält, anweisen, eine Kopie sicher an einen BSP-zertifizierten Empfänger zu übertragen. Sie könnten auch jederzeit die Zustimmung widerrufen und die Korrektur ungenauer Informationen anfordern.