Duterte-Verteidigung will Zeugen zu Operation Romanov vorstellen
Die Verteidigung im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte will Zeugen vorstellen. Diese sollen zu der angeblichen Operation Romanov aussagen. Dabei handelt es sich um ein Attentat gegen Duterte und ihre Familie.
Am vierten Tag des Verfahrens fragte Senator-Richter Raffy Tulfo die Verteidigung, ob sie die Vloggerin Princess Maui als Zeugin vorstellen werde. Maui hatte die Operation Romanov im November 2024 in einer Pressekonferenz erwähnt. Damals hatte Duterte erklärt, sie habe jemanden beauftragt, Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez zu töten.
Der Anwalt der Verteidigung, Mark Vinluan, sagte, die Vorladung von Princess Maui hänge vom Verlauf des Verfahrens ab. Die Verteidigung behalte sich das Recht vor, Zeugen je nach Verlauf des Verfahrens zu laden oder nicht zu laden.
Tulfo fragte, ob die Verteidigung weitere Zeugen vorstellen werde, um die angebliche Bedrohung des Lebens von Duterte und ihrer Familie zu beweisen. Vinluan bestätigte dies. Er nannte jedoch keine Namen der Zeugen.
Tulfo hatte erstmals im Januar 2024 von der Operation Romanov gehört. Damals hatte Bürgermeister Sebastian Duterte in einem Forum in Davao City darüber gesprochen. Vinluan konnte jedoch nicht sagen, ob die Aussagen von Sebastian Duterte mit denen von Princess Maui zusammenhingen.
Ein Zeuge der Anklage, der leitende Ermittler Mark Calilung des National Bureau of Investigation, hatte zuvor erklärt, dass Duterte und ihre Verbündete Princess Maui nicht vor dem NBI erschienen waren, um ihre Behauptungen zu untermauern.
Vinluan betonte, dass die angebliche Bedrohung real sei. Duterte habe die Aussagen in der Pressekonferenz gemacht, um sich und ihre Familie zu schützen. Sie habe nicht als Vizepräsidentin, sondern als Ehefrau, Mutter, Tochter und Schwester gehandelt.
Die Verteidigung hatte die Operation Romanov erstmals am dritten Tag des Verfahrens erwähnt. Sie erklärte, Dutertes umstrittene Aussage sei eine unkonventionelle, aber gerechtfertigte Reaktion auf echte Bedrohungen gegen sie und ihre Familie gewesen.