Duterte-Verteidigung bestreitet Drohungen gegen Präsident Marcos
Die Verteidigung von Vizepräsidentin Sara Duterte argumentierte, dass ihre Aussagen keine Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. waren.
Am fünften Tag des Amtsenthebungsverfahrens gegen Duterte setzte der Anwalt der Verteidigung, Mark Vinluan, seine Befragung des NBI-Regionaldirektors Jeremy Lotoc fort.
Lotoc, der zweite Zeuge der Anklage, sollte zu Artikel IV der Anklagepunkte aussagen. Dieser Artikel behandelt die angeblichen Drohungen und Mordpläne gegen Präsident Marcos, die First Lady Liza Araneta-Marcos und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez.
Lotoc war zuvor Leiter der Cybercrime-Abteilung des NBI. Diese Abteilung untersuchte die späte Online-Pressekonferenz von Duterte im November 2024. Damals sagte Duterte, dass sie jemanden beauftragt habe, Marcos, die First Lady und Romualdez zu töten, falls sie selbst getötet würde.
Vinluan betonte, dass Dutertes Aussagen während der Pressekonferenz keine Drohungen waren. Sie seien lediglich Antworten auf Fragen gewesen.
Vinluan erklärte, dass die Aussagen der Vizepräsidentin nicht direkt an Präsident Marcos, die First Lady und den ehemaligen Parlamentspräsidenten gerichtet waren. Wer das Video nicht gesehen habe, habe auch nichts von den Aussagen gewusst.
Der NBI-Beamte Lotoc wurde gefragt, ob schwere Drohungen und Aufrufe zur Sedition als Straftaten gelten. Zudem wurde er gefragt, ob die Vorwürfe als Amtsenthebungsgründe zählen.
Lotoc antwortete, dass die Entscheidung darüber bei den Richtern liege. Die NBI habe dazu keine Meinung.
Senator und Richter Vicente Sotto III bat um Klärung der gegen Duterte erhobenen Anklagen vor dem Amtsenthebungsgericht. Er fragte, ob die Diskussion über schwere Drohungen und Aufrufe zur Sedition nicht in regulären Gerichten stattfinden sollte.
Sotto betonte, dass vor dem Amtsenthebungsgericht Verrat an der öffentlichen Vertrauenswürdigkeit und andere schwere Verbrechen angeklagt werden. Nicht jedoch schwere Drohungen und Aufrufe zur Sedition.