Sicherheit

Duterte drohte mit Mord an Präsident Marcos und anderen

Der Schusswaffenvorfall an einer Schule in Tacloban City, bei dem drei Kinder starben und 20 weitere verletzt wurden, hat die Philippinen in eine Phase der Selbstreflexion geführt. Zwei Kinder im Konflikt mit dem Gesetz, 14 und 15 Jahre alt, waren an der Tat beteiligt.

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Symbolbild: Envato

Liane Alampay, Professorin für Psychologie an der Ateneo de Manila University, erklärte in einer Senatsanhörung, dass Jugendgewalt aus mehreren Gründen entsteht. Sie nannte die Persönlichkeit, die Familie, die Schule, die Gemeinde und das Internet als mögliche Risikofaktoren.

Alampay betonte, dass Kinder, die in der Familie Gewalt erleben, aggressiver und gewalttätiger werden können. Auch Mobbing und Opfererfahrungen in der Schule können zu gewalttätigem Verhalten führen. Im Internet begegnen Kinder oft Gewaltmodellen und Gemeinschaften, die Gewalt verherrlichen.

Der Schusswaffenvorfall in Tacloban wurde während des Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Sara Duterte thematisiert. Artikel IV der Anklagepunkte wirft Duterte vor, einen Mordanschlag auf Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den Abgeordneten Ferdinand Martin Romualdez geplant zu haben.

Die Anklage stützt sich auf eine Online-Pressekonferenz vom 23. November 2024, bei der Duterte sagte, dass jemand Marcos, Araneta-Marcos und Romualdez töten solle, falls ihr selbst etwas zustößt. Duterte soll auf eine Frage zu Oplan Romanov geantwortet haben, einem Plan zur Beseitigung von Vizepräsidentin Sara Duterte und ihrer Familie.

Der Anwalt Mark Vinluan verteidigte Duterte und nannte ihre Aussage eine gerechtfertigte Reaktion auf Bedrohungen gegen sie und ihre Familie. Er betonte, dass Duterte nicht als Vizepräsidentin, sondern als Ehefrau, Mutter, Tochter und Schwester gehandelt habe.

Vinluan erklärte, dass Duterte keine strafbare Handlung begangen habe, sondern nur eine Grenze gezogen habe. Er kritisierte die Anklage, dass sie die Zeit des Gerichts und des Volkes verschwende.

Die Rappler-Chefredakteurin Miriam Grace Go äußerte sich in einer Diskussion zum Amtsenthebungsverfahren. Sie nannte Dutertes Verhalten unangemessen für eine Vizepräsidentin und bezweifelte ihre Eignung für das Amt.

Quellen